«Da löst sich immer wieder was»: Grosser Felssturz an Zugspitze

- Der schwindende Permafrost lässt Felsabbrüche an der Zugspitze häufiger werden.
- An Deutschlands höchstem Berg lösten sich am Dienstag mehrere Kubikmeter Gestein und hüllten den Gipfel in eine Staubwolke.
- Der Abbruch setzte sich am Mittwoch fort; Gebäude und Wege wurden nicht getroffen, Verletzte gibt es keine.
Auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, haben sich mehrere Kubikmeter Felsen gelöst und eine grosse Staubwolke verursacht. Verletzt wurde niemand. Der am Dienstag bemerkte Abbruch des Gesteins auf einem Kamm an der deutsch-österreichischen Grenze setzte sich auch am Mittwoch fort: «Da löst sich immer wieder was», sagte der stellvertretende Bereitschaftsleiter Franz Dörfler von der Bergwacht Grainau. «Anscheinend bröselt es jetzt auch wieder nach.»
Überraschend seien solche Ereignisse längst nicht mehr, die Dimension jedoch sei ungewöhnlich für den 2962 Meter hohen Berg. «In dem Ausmass ist es definitiv nicht öfter, aber es ist auch nicht überraschend», sagte Dörfler.
Permafrost schwindet
Wie viel Gestein in etwa abbrach, sei schwer zu sagen, da das Gebiet nicht zugänglich sei. Mitarbeiter der Zugspitzbahnen beobachteten die Lage derzeit aus der Ferne, die Stelle sei schwer einsehbar, sagte Dörfler. Es seien aber weder Gebäude noch Wege in dem Gebiet von dem Felssturz betroffen.
Was ist dir bei bekannten Bergregionen am wichtigsten, wenn das Risiko von Felsstürzen steigt?
Nach Dörflers Worten wird das Gestein auf der Zugspitze vom Permafrost zusammengehalten. Da mit dem Klimawandel und den steigenden Temperaturen der Permafrost schwindet, nehmen Gesteinsabbrüche zu. Über den Felssturz am Dienstag hatten zuvor Medien berichtet.
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Benedikt Hollenstein (bho) ist seit 2021 bei 20 Minuten. Er schreibt für den Newsdesk und übernimmt dort auch Tagesleitungsschichten.
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