Waffe oder Billard? Israeli fliegt nach Jubel vom Platz

- Beim Nations-League-Spiel Österreich gegen Israel wurde Stürmer Sayed Abu Farchi (20) nach seinem Torjubel mit Doppel-Gelb vom Platz gestellt.
- Abu Farchi hatte die Eckfahne aus dem Rasen gerissen und sie wie eine Waffe benutzt – oder als Billard-Queue, wie Fans debattieren.
- In Überzahl sicherte sich Österreich am Ende einen 3:1-Sieg durch Tore von Philippe Mwene und Sasa Kalajdzic.
In der 55. Minute des Spiels zwischen Österreich und Israel kam es zu einer umstrittenen Szene. Beim Spielstand von 0:1 aus Sicht der Israelis traf Sayed Abu Farchi per Kopf zum zwischenzeitlichen 1:1. Der Stürmer der Colorado Rapids jubelte zuerst mit seinen Teamkollegen, bevor er zur Eckfahne lief.
Findest du fair, dass er für den Jubel die Gelbe Karte sah?
Zunächst sah alles nach einem gewöhnlichen Eckfahnen-Jubel aus, doch dann nahm die Szene eine überraschende Wendung. Der 20-Jährige riss die Eckfahne aus dem Rasen und benutzte sie wie eine Schusswaffe.
Im Netz wurde anschliessend über die Bedeutung des Jubels diskutiert. Manche interpretierten die Szene als Billard-Jubel und die Eckfahne entsprechend als Queue. Der bulgarische Schiedsrichter Georgi Kabakov wertete die Aktion jedoch anders und zeigte Israels Stürmer die zweite Gelbe Karte. Damit musste Farchi vom Platz.
Abu Farchi und seine Teamkollegen verstanden die Entscheidung des Schiris keineswegs und versuchten, ihn umzustimmen. Ohne Erfolg. In Überzahl konnte Österreich dann kurz vor Schluss noch zwei Treffer durch Philippe Mwene und Sasa Kalajdzic erzielen und sich den Heimsieg sichern.
Israels Trainer Ben Shimon fand nach dem Spiel klare Worte. Wer sich Abu Farchis Jubel anschaue, merke, dass er immer so juble. «Vielleicht war es mein Fehler, dass ich ihm nicht gesagt habe, er müsse damit aufhören. Er muss daraus lernen», so Shimon.
Gleicher Neymar-Jubel blieb unsanktioniert
Die Szene spaltet das Netz. Auf Social Media kursiert eine Szene von Ex-PSG-Star Neymar, der 2022 in der Ligue 1 auf ähnliche Weise jubelte, dafür aber keine Strafe bekam. «Nur wenn man Israeli ist, wird man dafür bestraft, sonst nicht», schreiben manche User.
Fabrizio Bonazza (bnz) arbeitet seit 2022 für 20 Minuten. Er ist Social-Media-Redaktor im Ressort Sport mit Fokus auf Trends, Videos und unterhaltsame Inhalte.
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