Infantino unter Beschuss – Wirbel um WM-Goalie Mpasi

Happige Vorwürfe: Der Weltverband Fifa soll die Demokratische Republik Kongo trotz festgestellter Zweifel an der Spielberechtigung von Nationalgoalie Lionel Mpasi nicht aus der WM-Qualifikation genommen haben. Das berichteten die New York Times und Le Monde am Dienstag unter Berufung auf interne Fifa-Dokumente und Korrespondenzen.
Demnach stellten Rechtsexperten des Weltverbandes bei einer Untersuchung fest, dass die Unterlagen für einen Verbandswechsel von Torhüter Lionel Mpasi nicht fertiggestellt worden seien. Mpasi hatte zuvor für französische U-Nationalteams gespielt. Die Fifa prüfte den Berichten zufolge mehrere Optionen von einer Geldstrafe bis hin zu einem Ausschluss des Kongo aus den WM-Playoffs. Letztlich wurde keine dieser Massnahmen umgesetzt.
Die New York Times stellte eine Verbindung zwischen Gianni Infantino und dem heutigen Chef des kongolesischen Verbandes her. Véron Mosengo-Omba, demnach ein Verbündeter des Schweizers, hatte zum Zeitpunkt der Untersuchung seine Kandidatur für den Posten an der Spitze des Verbandes vorbereitet und wurde nach der Qualifikation für das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada gewählt.
Ausgangspunkt war eine Beschwerde des nigerianischen Verbandes. Die Fifa wies diese nach eigenen Angaben aus formalen Gründen zurück. Kongo hatte sich durch einen Erfolg über Nigeria für das Playoff-Turnier qualifiziert und gegen Jamaika das WM-Ticket gelöst.
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