Selfmade-Man und Lebemann – Jürg Marquard, der Mensch hinter den Schlagzeilen

Den Weg vom Maturanden zum Multimillionär hat Jürg Marquard dank Ehrgeiz und Fleiss geschafft. Am 13. Juli 1945 kommt der Sohn eines Zahnarztes in Zürich zur Welt und sammelt als Reporter für eine Lokalzeitung bereits während seiner Kantonsschulzeit erste journalistische Erfahrungen.
Zum Leidwesen seiner Eltern entscheidet sich der Musik-Begeisterte nach abgeschlossener Matura gegen ein Studium und ruft mit gerade einmal zwanzig Jahren sein eigenes Musikmagazin ins Leben: «Pop». Der Legende nach leiht er sich die 2000 Franken Startkapital von ehemaligen Mitschülern und verkauft die erste Ausgabe von Hand.
Obwohl ihm viele aus der Medienbranche nur eine kurze Haltbarkeitsdauer voraussagen, mausert sich der junge Mann zum erfolgreichen Neo-Verleger und erlangt dank seiner Moderation der wöchentlichen Radio-Hitparade Bekanntheit als «Mister Pop».
Jürg Marquard
Der Geschäftsmann
Früh realisiert Jürg Marquard, dass er sich im deutschen Markt etablieren muss. Nur zwei Jahre nach der Erstpublikation von «Pop» in der Schweiz expandiert er nach Süddeutschland. Dieser mutige Schritt ins nördliche Nachbarland glückt und beflügelt ihn, in weitere Zeitschriften zu investieren. Insbesondere Mädchen- und Frauenzeitschriften wie «Cosmopolitan», «Joy», «Shape» und «Mädchen» entpuppen sich als Verkaufsschlager.
Ende der 1980er Jahre stösst er als erster westlicher Verleger nach Osteuropa vor und erwirbt unter anderem die Lizenz für den «Playboy» in Ungarn und Polen. Am Anfang des neuen Jahrtausends trennt er sich im deutschsprachigen Raum allerdings zunehmend von seinen Musik-, Jugend- und Frauentiteln.
Das in der Öffentlichkeit vorherrschende Bild des erfolgreichen Verlegers und Unternehmers zementiert Marquard im Frühjahr 2005 mit der Sendung «Traumjob» im Schweizer Fernsehen. Nach dem Vorbild von Donald Trumps Format «The Apprentice» kämpfen zwölf Kandidatinnen und Kandidaten um eine Anstellung in Marquards Firma.
Anfang Bildergalerie
-
Bild 1 von 7. Vielseitiger Verleger. Jürg Marquard veröffentlicht verschiedene Zeitschriften im deutschsprachigen Raum und in Osteuropa. Bildquelle: Keystone.
-
Bild 2 von 7. «Mister Pop». Jürg Marquard führt in jungen Jahren wöchentlich durch die Radio-Hitparade. Bildquelle: Keystone.
-
Bild 3 von 7. Erfolgreicher Geschäftsmann. Jürg Marquard zeigt sich gerne mit Statussymbolen wie Immobilien, Jachten und teuren Autos. Bildquelle: Keystone.
-
Bild 4 von 7. Fernsehpersönlichkeit. Jürg Marquard sucht 2005 in der Sendung «Traumjob» des Schweizer Fernsehens nach ehrgeizigen neuen Mitarbeitenden. Bildquelle: Keystone.
-
Bild 5 von 7. Dreifacher Ehemann. Jürg Marquard heiratet seine dritte Frau, Model und Unternehmerin Raquel Lehmann, im Jahr 2008. Bildquelle: Keystone.
-
Bild 6 von 7. Familienmensch, zum Ersten. Jürg Marquard mit seinem Sohn Philipp und seiner zweiten Ehefrau Priscilla. Bildquelle: Keystone.
-
Bild 7 von 7. Familienmensch, zum Zweiten. Jürg Marquard mit seiner Stieftochter Bianca, seiner ältesten leiblichen Tochter Aline und seiner dritten Ehefrau Raquel. Bildquelle: Keystone.
Ende der Bildergalerie
Zurück zum Anfang der Bildergalerie.
Der Familienmensch und Lebemann
Schweizweite Bekanntheit erlangt Jürg Marquard aber nicht nur wegen seiner TV-Show. Schon zuvor dokumentieren Boulevardblätter und Illustrierte sein luxuriöses Leben, das sich der oft und gern gesehene Gast von exklusiven Veranstaltungen dank seines Erfolgs leisten kann.
Neben seinen Immobilien, seiner Luxusjacht und seinem beeindruckenden Fuhrpark zeigt der leidenschaftliche Familienmensch auch immer wieder stolz seine fünf leiblichen und zwei Stiefkinder aus drei Ehen.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.