So pfiffig wird der neue Smart

Am Pariser Autosalon (12.–18. Oktober) zieht Smart das Tuch von der Neuauflage des kultigen Fortwo. Während die Optik des #2 sofort an den Ur-Smart erinnert, wird es unter dem kurzen Blech deutlich moderner. Auch die Preise klingen erfolgversprechend.
Publiziert: vor 21 Minuten
- Smart zeigt in Paris den neuen #2 als Fortwo-Nachfolger
- Der Cityzwerg ist 2,75 Meter kurz und schafft bis zu 290 Kilometer
- In der Schweiz startet der Smart #2 Ende Jahr ab 18'300 Franken
Andreas EngelRedaktor Auto & Mobilität
Wer an Smart denkt, dem kommt unweigerlich der winzige Fortwo in den Sinn. Aufbauend auf der Idee von Swatch-Erfinder Nicolas G. Hayek (1928–2010), sollte der 2,50 Meter kurze Cityflitzer seit dem Start 1998 die Mobilität in unseren Innenstädten revolutionieren. Trotz über zwei Millionen verkaufter Modelle wurde der ursprünglich als reiner Stromer gedachte Fortwo für Hersteller Mercedes zum Flop (hier die ganze Geschichte). 2019 verkauften die Deutschen die Mehrheit der Marke an den chinesischen Geely-Konzern und sind als Joint-Venture-Partner lediglich noch für das Design der Smart-Modelle zuständig.
Nach zwei Jahren Pause kehrt der Kultknirps nun unter dem neuen Namen #2 in neuem Gewand und mit neuer Technik zurück. Optisch ist er sofort als moderne Weiterentwicklung des Urahn zu erkennen und bleibt mit einer Länge von 2,75 Meter (5 cm mehr als der Vorgänger) und einem Wendekreis von weniger als sieben Metern das perfekt dimensionierte Stadtauto.
Kommt weiter, lädt schneller
Deutlich zugelegt hat hingegen die Batterie, die mit 35,8 kWh Kapazität doppelt so gross wie beim letzten Fortwo ausfällt und bis zu 290 WLTP-Kilometer schaffen soll. Bisher lag die Reichweite bei kaum mehr als 130 Kilometern. Und selbst für längere Strecken soll der #2 taugen: Mit bis zu 65 kW am Schnelllader ist der kleine Akku in 20 Minuten von 10 bis 80 Prozent gefüllt. Der 60 kW (82 PS) starke E-Motor bietet ausreichend Kraft (0–100 km/h in 11,6 s) und beschleunigt den Cityflitzer bis auf 140 km/h.
Vergessen ist auch die etwas billige Anmutung des Vorgängers im Innenraum, der ansonsten keine seiner praktischen Tugenden von einst eingebüsst hat. Zwischen den beiden wie verbunden wirkenden Sitzen bietet die Mittelkonsole Platz für jede Menge Kleinigkeiten. Wer Stossstange an Stossstange parkiert, kann den 305 Liter fassenden Kofferraum dank zweigeteilter Heckklappe auch über den separat zu öffnenden verglasten oberen Teil erreichen.
Auch Preise werden smarter
Dass die Elektro-Version des Vorgängers nie zum Erfolgsmodell wurde, lag nicht nur an der überschaubaren Reichweite, sondern vor allem am verhältnismässig hohen Preis von gegen 30'000 Franken. Doch auch damit ist Schluss: Wenn der Smart #2 gegen Ende Jahr zu den Schweizer Händlern rollt, geht die günstigste Version «Pure» bereits bei 18'300 Franken los. Für 1000 Franken mehr ist die Version «Pure+» dann mit schnellerem 11-kW-Laden (sonst 7,6 kW) und beheiztem Fahrersitz ausgestattet. Bei der Premium-Version ab 22'300 Franken kommen dann noch Extras wie Glasdach, Ambientebeleuchtung oder ein Sennheiser-Soundsystem dazu.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.