«Mein Neffe hat Gas gegeben, dann ging ein Schuss ins Auto»

Darum gehts
- In der Nacht auf Sonntag wurden im Schachen in Aarau an zwei Orten Schüsse abgegeben – einer davon nahe einem Fahrenden-Platz.
- Ein Fahrender berichtet, sein Neffe sei von einem bewaffneten Mann bedroht worden; eine Kugel habe das Auto getroffen.
- Unter den Fahrenden gab es keine Verletzten. Der Platz leert sich am Montagmorgen.
In der Nacht auf Sonntag wurden an zwei verschiedenen Orten im Schachen in Aarau Schüsse abgegeben. Einer davon liegt in der Nähe eines Fahrenden-Platzes. Ein Fahrender sagte dem Sender Tele M1: «Die Schüsse kamen immer näher. Das waren die Salven von Maschinenpistolen. Als wir alle raus sind, sind sogar Kugeln an meiner Frau vorbeigeflogen.»
Er erzählt, sein Neffe sei bei der Wegfahrt einem Mann begegnet, der eine Pistole auf ihn gerichtet habe. «Er hat dann Gas gegeben, dann ist ein Schuss ins Auto reingegangen.» Unter den Fahrenden gab es keine Verletzten. Laut der «Aargauer Zeitung» leert sich der Fahrenden-Platz am Montagmorgen. Viele wollten ohnehin weiterfahren oder gehen nun wegen der Vorfälle am Wochenende.
Zwei Waffen verwendet
Auf einer Übersichtskarte sind zwei Fundorte von Patronenhülsen eingezeichnet. Laut Polizei stammt die gefundene Munition von zwei unterschiedlichen Waffen: «Wir haben zwei Kaliber gefunden. Darunter 9-Millimeter-Hülsen, wie sie in Pistolen oder Maschinenpistolen genutzt werden. Und Kaliber 5,45 × 39, wie es in Sturmgewehren genutzt wird», sagte Einsatzleiter Matthias Schildknecht am Sonntagabend. Über ein Dutzend solcher Hülsen seien gemäss Schildknecht gefunden worden.
5,45 × 39 ist das Standardkaliber des russischen Sturmgewehrs AK-74, das 1974 eingeführt wurde und als Weiterentwicklung der bekannten AK-47 gilt.
Justin Arber (jar), Jahrgang 1999, arbeitet seit 2022 als Redaktor am Newsdesk. Zeitweise übernimmt er da die Schichtleitung im Früh- und Spätdienst.
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