«Unfassbare Angst»: ZDF-Moderatorin muss Insolvenz anmelden
«Unfassbare Angst»
«Volle Kanne»-Moderatorin Andrea Ballschuh muss Insolvenz anmelden
In der TV- und Medienlandschaft war sie beliebt und gefragt, feierte zahlreiche Erfolge. Letztlich war es eine Business-Entscheidung, die Andrea Ballschuh in die Insolvenz führte.
Publiziert: vor 28 Minuten
Aktualisiert: vor 9 Minuten
Darum gehts
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- Andrea Ballschuh (54) meldet im Februar 2026 Privatinsolvenz wegen Schulden an
- Schuldenhöhe: 230'000 Euro, Studioeröffnung nach Zerwürfnis mit Partnerin gescheitert
- Nur 1500 Euro monatlich verfügbar, Wohnung aufgegeben, Insolvenz dauert drei Jahre
Sophie OferRedaktorin People
Als langjährige Moderatorin des beliebten ZDF-Magazins «Volle Kanne» wurde Andrea Ballschuh (54) zum Zuschauerliebling. Die 54-Jährige hatte während 30 Jahren Karriere zahlreiche Auftritte und Jobs bei Fernseh- und Radioformaten.
Trotz all des Erfolgs musste die Moderatorin im Februar 2026 wegen hoher Schulden nun Privatinsolvenz anmelden. Das erzählt Ballschuh jetzt in einem Gespräch mit der «Bunte».
«Das war ein Fehler»
Insgesamt soll Ballschuh 230'000 Euro Schulden gehabt haben, also knapp 218'000 Schweizer Franken. Ballschuh erklärt, wie es dazu kommen konnte: 2019 machte sie sich als Videocoach selbständig. Aufgrund ihres Erfolgs damit beschloss sie drei Jahre später, ein grosses Videostudio zu eröffnen. «Das war ein Fehler», stellt Ballschuh heute fest.
Denn: Wenige Tage vor der Eröffnung des Studios kam es zum Zerwürfnis zwischen ihr und ihrer damaligen Geschäftspartnerin. Sie beendeten ihre Partnerschaft. Daraufhin habe Ballschuh «gefühlt Tag und Nacht gearbeitet», jedoch spürte sie bald: «Das reicht nicht.»
Am Ende sah sich die Moderatorin gezwungen, Insolvenz anzumelden. Von ihren Einnahmen durfte sie nur noch 1500 Euro pro Monat für sich behalten. «Meine Miete betrug aber schon 1600 Euro. Deswegen musste ich meine Wohnung aufgeben und bin zu meinem Freund gezogen», schildert Ballschuh die missliche Lage. Ihre Insolvenz sei auf drei Jahre angelegt worden.
«Ist die spielsüchtig? Nimmt die Drogen?»
Vor allem habe Ballschuh «unfassbare Angst vor dem Imageverlust», der aus ihrer finanziellen Niederlage folgen könnte. «Wenn dann jemand wie ich insolvent wird, denken sie: Ist die spielsüchtig? Nimmt die Drogen? Oder hat sie sich verzockt, weil sie den Hals nicht voll bekommen konnte?»
Ihre Situation wolle sie dennoch öffentlich machen, um anderen in einer ähnlichen Lage Mut zu machen. «Sie sollen wissen, dass in so einer Situation auch Chancen für einen Neuanfang stecken. Vielleicht hält es andere davon ab, sich kaputtzumachen oder sich gar umzubringen. Dass sie nicht als Versager oder Nieten abgestempelt werden.»
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