Stimmen aus der SRF-Community – «Hauptsache kassieren!» – Community kritisiert Polizei-Drohnen

Stimmen aus der SRF-Community «Hauptsache kassieren!» – Community kritisiert Polizei-Drohnen
Die St. Galler Polizei will mit Drohnen häufiger Tempoverstösse erfassen. Laut Sicherheitsexpertinnen und -experten ist die Methode rechtlich umstritten. Die SRF-Community reagiert skeptisch.
19.10.2026, 20:53
Bisher hat die Kantonspolizei St. Gallen Drohnen primär auf kurvenreichen Passstrassen für Geschwindigkeitskontrollen eingesetzt.
Künftig will sie damit auch Strassenabschnitte überwachen, auf denen häufig zu schnell gefahren wird. In der SRF-Community stösst der Einsatz der Drohnen mehrheitlich auf Kritik.
Auf Instagram reagiert «billy_6r» sarkastisch auf die neue Methode: «Danke für die maximale Überwachung.» Dabei vergleicht «thomas.s.perri» die Situation mit Big Brother aus George Orwells Roman 1984. Auch Daniel Feger schreibt auf Facebook: «Orwell lässt grüssen.»
Auch «hugocapet» sieht in der Ausweitung der Drohnen-Kontrollen einen problematischen Eingriff in die Privatsphäre: «Schockierend … neues Level der totalen Überwachung.» Weiter im Kommentar wird die Entwicklung als «einfach nur traurig» beschrieben.
Andere jedoch halten dagegen: «ich.bin.sascha.k» verweist auf die Verantwortung der Verkehrsteilnehmenden: «Breaking News … Halt dich an die Geschwindigkeit und es gibt keine Busse.»
Mehr Sicherheit oder Geldmacherei?
Fern der Kritik an der zunehmenden Überwachung wird auch der tatsächliche Nutzen dieser Drohnenkontrollen infrage gestellt. «Wenn die Leute anständig fahren würden, brauchte man die Kontrollen nicht», kommentiert «helloyiseo» auf Instagram.
«dario__carbon» schreibt, die Kontrollen fänden nicht vor Kindergärten, Schulen oder generell innerorts statt, sondern «irgendwo ausserorts». Ob es dabei wirklich um Sicherheit gehe, werde sich erst in der Statistik zeigen.
Vor Gericht wird das nicht durchgehen, da fehlt jegliche Gesetzesgrundlage.
Auch auf Tiktok ist die Geldfrage ein grosses Thema. «XANGA» wirft der Polizei vor, vorwiegend Geld mit den Drohnen machen zu wollen: «Hauptsache kassieren! Den Bürgern, die sowieso schon am Kämpfen sind, noch mehr aus der Tasche holen.»
«realmadrid_7770» hat beim Einsatz der Drohnen selbst Sicherheitsbedenken: «Interessant wird es dann, wenn es einen Unfall mit Personenschaden gibt, weil der Lenker von der Drohne abgelenkt wird.»
«Die Schweiz hat ja keine anderen Sorgen»
Neben den Kosten beschäftigt die SRF-Community auch die Frage, wie zuverlässig die Messungen sind.
Auf Facebook bezeichnet «Hans Sutter» sie als «eher Schätzungen als korrekt». Auch «Onganga» sieht in einem Tiktok-Kommentar die juristische Situation als «bedenklich».
Diese kritische Sicht teilen viele Userinnen und User: etwa «Domingo Megias» auf Facebook: «Unglaublich… ist das gesetzlich erlaubt?», und «Markus Dillmann» erwidert darauf: «Vor Gericht wird das nicht durchgehen, da fehlt jegliche Gesetzesgrundlage.»
Und dann gibt es noch die Fraktion, die findet, es gebe Wichtigeres als diese Drohnen: «Panamera» kommentiert auf Tiktok: «Die Schweiz hat ja keine anderen Sorgen» und auch «User-000-user» sieht in Radarkontrollen eine falsche Priorisierung: «Würde sich der Staat so einsetzen für unseren Kinderschutz oder Grenzschutz, würden viele Leute beruhigter schlafen können.»
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