Crashout, Ick, Ragebait: Verstehst du, was die Jugend sagt?

Welches Wort dominiert gerade Chats, Memes und Schulhöfe? Die Wahl zum Jugendwort des Jahres liefert die Antwort. Zunächst reichte die Community ihre Vorschläge ein. Die am häufigsten genannten und vom Langenscheidt-Verlag geprüften Begriffe schafften es in die Top 10. Anschliessend wurde online die Top 3 gewählt.
Bis am 28. September 2026 kann noch einmal zwischen den drei Finalwörtern abgestimmt werden, bevor am 10. Oktober 2026 das Jugendwort des Jahres bekannt gegeben wird. Seit 2008 wird das Jugendwort des Jahres gekürt. Eine Übersicht und was die Wörter bedeuten, findest du im grossen ABC – darunter auch die drei Finalisten, die noch im Rennen sind: Ragebait, Peak und Crashout.
wie «Aura»
Bedeutung: Beschreibt das wahrgenommene «Coolness-Level» einer Person oder Handlung. Je nach Eindruck gibt es imaginäre Plus- oder Minuspunkte (+Aura/–Aura).
«Du läufst die ganze Zeit mit offenem Rucksack rum – minus Aura.»
wie «Baddie»
Beschreibung: Eine selbstbewusste, stylische Person mit starkem Auftreten und bewusst inszeniertem Look.
«Okay Baddie, dein Outfit ist heute on point.»
wie «Crashout»
Beschreibung: Bedeutet je nach Situation entweder komplett ausrasten oder heftig abgehen, zum Beispiel auf einer Party.
«Gestern im Club bin ich komplett crashout gegangen.»
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wie «Delulu»
Beschreibung: Abkürzung für «delusional» – bezeichnet ironisch unrealistische Vorstellungen, etwa romantische Wunschträume.
«Ich weiss, es ist delulu, aber ich glaub, er steht auf mich.»
Weitere Wörter: Digga: Anrede für Freunde oder Bekannte – ähnlich wie «Bro» oder «Kumpel». Du bist gut genug: Viraler Songtext, der oft in Memes und Parodien verwendet wird.
wie «Ehrenlos»
Beschreibung: Bezeichnet respektloses oder mieses Verhalten. Jemand hat absolut keine Ehre.
«Du hast unsere Serie ohne mich weitergeschaut? Ehrenlos.»
wie «FOMO»
Beschreibung: Steht für «Fear of Missing Out» – die Angst, etwas Cooles, Wichtiges oder Lustiges zu verpassen.
«Ich muss zum Konzert mitkommen, sonst kriege ich voll FOMO.»
wie «Goonen»
Beschreibung: Jugendslang für Masturbieren – meist ironisch oder als Meme verwendet.
«Bro, der war den ganzen Abend nur am goonen.»
Weitere Wörter: Gute Käse: Bedeutet «richtig gut» oder «stark».
wie «Hear me out»
Beschreibung: Heisst so viel wie: «Hör zu, ich habe eine Idee» – wird vor wilden Vorschlägen oder Hot Takes gesagt.
«Hear me out: Essiggurken mit Nutella ist mega lecker.»
wie «Ick»
Beschreibung: Drückt Ekel, Fremdscham oder ein klares No-Go aus – ein spontaner «Nein»-Reflex.
«Wie er gegessen hat … voll der Ick.»
wie «Jk»
Beschreibung: Abkürzung für «just kidding» – wird genutzt, um einen Spruch oder Witz zu entschärfen.
«Ey, du bist richtig dumm … haha jk.»
wie «Krass»
Beschreibung: Allzweckwort für alles Extreme – kann positiv («krass gut») oder negativ («krass schlecht») gemeint sein.
«Die Party gestern war einfach nur krass.»
wie «Lowkey»
Beschreibung: Bedeutet «ein bisschen», «subtil» oder «insgeheim» – drückt etwas Zurückhaltendes oder nicht zu Offensichtliches aus.
«Ich bin lowkey müde.»
wie «Main character»
Beschreibung: Bezeichnet jemanden, der sich so verhält oder wirkt, als wäre er die Hauptfigur in seinem eigenen Film.
«Mit dem Mantel hattest du voll deinen Main-Character-Moment.»
Weitere Wörter: Macker: Bezeichnung für Freund, Kumpel oder Crush.
wie «NPC»
Beschreibung: Steht für «Non-Playable Character» – bezeichnet Menschen, die passiv wirken, wie Statisten durchs Leben gehen und irgendwie gar nicht im Moment leben.
«Der Typ redet wie ein NPC.»
Die Jugendwörter der letzten Jahre
2026: Im Rennen sind noch Ragebait, Crashout und Peak
2025: Das Crazy
2024: Aura
2023: goofy
2022: smash
2021: cringe
2020: lost
2018: Ehrenmann/Ehrenfrau
2017: I bims
2016: fly sein
2015: Smombie
2014: Läuft bei dir
2013: Babo
2012: YOLO
2011: Swag
2010: Niveaulimbo
2009: hartzen
2008: Gammelfleischparty
wie «Opfer»
Beschreibung: Beleidigung für jemanden, der peinlich, unbeholfen oder schwach wirkt – ein Klassiker, aber definitiv nicht nett.
«Hör auf, dich wie ein Opfer zu verhalten.»
wie «Purr»
Beschreibung: Slang für Zustimmung oder Bestätigung – bedeutet so viel wie «Yes, genau so!».
«Du willst später Matcha holen? Purr!»
Weitere Wörter: Peak: Das Beste vom Besten oder der absolute Höhepunkt. Period: Ein anderes Wort für genau.
wie «Queen»
Beschreibung: Das ultimative Kompliment für eine starke, selbstbewusste und souveräne Person.
«Du hast die Prüfung bestanden? Yesss, Queen!»
wie «Red Flag»
Beschreibung: Steht für ein Warnsignal – Verhaltensweisen oder Eigenschaften, die ein klares No-Go sind und auf Probleme hindeuten.
«Er antwortet nur alle zwei Tage? Red Flag!»
Weitere Wörter: Ragebait: Inhalte, die absichtlich provozieren und Wut auslösen sollen.
wie «Six-seven»
Beschreibung: Trend-Spruch aus TikTok ohne feste Bedeutung – wird witzig oder ironisch verwendet, besonders wenn man irgendwo die Zahl 67 entdeckt.
«Wir sind auf Seite 67 gelandet … Six-seven!»
Weitere Wörter: Schere: Bedeutet «Mein Fehler» oder «Sorry». Süper: Türkisch für «super» – als Meme und Ausruf verwendet.
wie «Tuff»
Beschreibung: Heisst so viel wie «cool», «beeindruckend» oder «stark» – eine abgewandelte Schreibweise von «tough».
«Die Jacke ist richtig tuff.»
wie «Uwu»
Beschreibung: Kitschiger Ausdruck für etwas Niedliches – entspricht einem «Awww, wie süss!».
«Der Welpe ist so süss, uwu.»
wie «Verbuggt»
Beschreibung: Heisst, dass etwas nicht richtig funktioniert oder «fehlerhaft» wirkt – stammt aus dem Gaming, wird aber überall verwendet.
«Mein Hirn ist heute voll verbuggt.»
Welches ist dein Jugendwort des Jahres?
wie «W»
Beschreibung: Abkürzung für «Win» – wird genutzt, wenn etwas gelungen, stark oder einfach ein Erfolg ist.
«Du hast die Prüfung bestanden? W!»
wie «Xoxo»
Beschreibung: Bedeutet «Küsschen und Umarmungen» – wird als liebevoller Abschluss einer Nachricht oder nach Gossip verwendet.
«Danke fürs Update, xoxo.»
wie «Yurr»
Beschreibung: Lauter, energischer Ausruf wie «Yeah!» – perfekt für Hype- oder Party-Momente.
«Wir gehen heute raus? Yurr!»
wie «Zitter nicht»
Beschreibung: Wird gesagt, um jemanden zu provozieren – bedeutet so viel wie «Hab keine Angst» oder «Sei nicht so ängstlich».
«Komm schon, sag’s ihm einfach. Zitter nicht!»
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Dominic Forstenhauser (dfo), Jahrgang 2007, ist seit 2025 als Lernender Mediamatiker bei 20 Minuten.
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