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Monday, September 14, 2026

Abfallproblem – Katzenstreu: Zürich empfiehlt Wechsel zu pflanzlicher Variante

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  • Der Kanton Zürich empfiehlt Katzenhalterinnen und -haltern, von herkömmlichem mineralischem Streu auf pflanzliche Alternativen umzusteigen.
  • Herkömmliches Streu wird über den Hausmüll entsorgt, kann in den Abfallverwertungsanlagen jedoch nicht vollständig verbrannt werden. Die unbrennbaren Überreste müssen anschliessend aufwendig in Spezialdeponien gelagert werden.
  • Organische Produkte (wie Holz- oder Zellulosefasern) verbrennen in den Kehrichtanlagen nahezu rückstandslos und belasten die ohnehin knappen Deponiekapazitäten weniger.

In der Schweiz gelten für gebrauchten Katzensand strikte Vorschriften. Sämtliches Katzenstreu muss wegen möglicher Krankheitserreger über den normalen Hauskehricht entsorgt werden. Dieser landet in einer Kehrichtverwertungsanlage (KVA).

Bei der Katzenstreu aus Bentonit bleibt in der KVA nach der Verbrennung ein unbrennbarer Rückstand zurück. Diese sogenannte Schlacke, die aus Mineralien und Metallen besteht, muss auf speziellen Deponien gelagert werden. Laut der Schweizer Kehrichtsackstudie 2022 macht Bentonit-Streu rund 4.4 Prozent des Gesamtgewichts eines durchschnittlichen Kehrichtsacks aus.

Katzenstreu aus Bentonit

Box aufklappen Box zuklappen

Herkömmliche Katzenstreu besteht meistens aus dem Tonmineral Bentonit. Das Material saugt Flüssigkeiten gut auf und bildet feste Klumpen. Das Mineral muss aber weltweit abgebaut, energieintensiv getrocknet und dann zu Granulat verarbeitet werden.

Deponieplatz wird knapper

Schätzungen des kantonalen Amts für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) gehen davon aus, dass bis zu zehn Prozent der gesamten KVA-Schlacke von mineralischer Katzenstreu stammen. Für den Kanton Zürich bedeutet dies jährlich rund 9000 Tonnen oder 450 Lastwagenladungen Schlacke nur durch Katzensand.

Kätzchen in einer Katzentoilette mit Streu.
Legende: Im Kanton Zürich gehören Katzen zu den beliebtesten Haustieren. Entsprechend fällt viel Katzensand an. imago images/Frank Sorge

Diese gewaltigen Mengen müssen deponiert werden, doch der Platz für die Ablagerung wird im Kanton Zürich immer knapper. Zwar sind in der Planung neue Deponien und Erweiterungen von bestehenden Anlagen vorgesehen. Solche Vorhaben sind laut Baudirektion jedoch nicht schnell umzusetzen, da der Planungs- und Bewilligungsprozess sehr aufwendig und langwierig ist.

Zusätzliche Energieproduktion

Als Alternative empfehlen die Behörden deshalb die Verwendung von Streu aus Pflanzenfasern. Diese bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holzfasern, Holzschnitzeln oder Getreideresten. Der grösste ökologische Vorteil zeigt sich am Ende in der KVA: Pflanzensand verbrennt nahezu restlos. Dadurch wird Abfall in Form von Schlacke konsequent vermieden.

Darüber hinaus liefert das brennbare pflanzliche Material einen Beitrag zur Energiegewinnung. Es wird direkt Energie für das Fernwärmenetz und die Stromversorgung produziert. Im täglichen Gebrauch saugt auch die pflanzliche Variante Flüssigkeiten zuverlässig auf und bildet je nach Produkt kompakte Klumpen, wie die Baudirektion schreibt.

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