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Wednesday, October 14, 2026

Bausa schwärmt: «Ich habe überlegt, in die Schweiz auszuwandern»

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  • Der deutsche Rapper Bausa tritt am 14. Oktober im Komplex 457 in Zürich auf.
  • Für den Auftritt hat er eine komplett neue Show konzipiert: neues Bühnenbild, neues Set und ein zusätzlicher Musiker.
  • Bausa schwärmt von der Schweiz und verrät, dass er zeitweise sogar über eine Auswanderung hierher nachgedacht hat.

Am 14. Oktober steht Bausa im Komplex 457 in Zürich auf der Bühne. Für den Rapper ist es längst nicht der erste Besuch in der Schweiz. Und offenbar auch nicht nur ein Pflichttermin im Tourkalender.

«Ich habe eine Zeit lang überlegt, in die Schweiz auszuwandern.»

«Ich liebe die Schweiz», sagt Bausa zu 20 Minuten. Besonders gerne sei er in Zürich, aber auch Bern und Basel kenne er. Zudem habe er zahlreiche Freunde hier und komme auch privat für Besuche oder Wellness in die Schweiz. Seine Begeisterung ging zwischenzeitlich sogar noch weiter: «Ich habe eine Zeit lang überlegt, in die Schweiz auszuwandern. Aber so weit ist es dann doch nicht gekommen.»

«Die Schweizer sind immer sehr dankbar»

Auch das Publikum habe bei ihm einen besonderen Eindruck hinterlassen. «Die Schweizer sind immer sehr dankbar und haben immer sehr Bock, wenn jemand kommt», sagt er. Die Crowd sei «sehr energetisch». Nach seinen Konzerten gehe er häufig noch zu den Fans, spreche mit ihnen und mache Fotos. «Da kriege ich immer sehr viel gutes Feedback, einfach sehr viel Liebe, sehr viel Dankbarkeit.»

Wie findest du es, wenn deutsche Musiker wegen der Schweiz sogar ans Auswandern denken?

In Zürich will Bausa nun eine komplett neu konzipierte Show präsentieren. Zwei Stunden seien geplant, mit neuem Bühnenbild, neuem Set und einem zusätzlichen Musiker, mit dem er viel live spielen werde. «Ich denke, es wird mit Abstand die beste Tour, die ich je gespielt habe», sagt Bausa.

Nervosität gehört noch immer dazu

Der Musiker aus Saarbrücken (D) steht seit über zehn Jahren auf der Bühne. Nervös wird er trotzdem noch. «Das vergeht eigentlich nie.» Vor jedem Auftritt denke er daran, was alles schiefgehen könne.

Sein Tourleben habe sich dagegen deutlich verändert. Früher seien Nächte durchgemacht worden, teilweise habe er dabei sogar seine Stimme verloren. Heute gehe es professioneller zu und her. «Aber es macht immer noch genauso Spass. Ich liebe es, auf Tour zu sein.»

Einen Song wird Bausa dabei weiterhin gerne spielen: seinen Überhit «Was du Liebe nennst». Während andere Künstler irgendwann genug von ihrem grössten Hit hätten, sei das bei ihm anders. «Ich habe absolut kein Problem mit dem Song.»

«Im Deutschrap ist viel Copy-Paste»

Musikalisch zieht es Bausa derzeit wieder stärker zum Rap. Erst im September erschien die EP «Hände hoch», Anfang Oktober folgte die Single «Move It». Auch ein neues Album ist in Arbeit. «Ich habe wieder ein bisschen Freude an Rap gefunden», sagt er. Das Projekt werde modern, auch weil er viel mit jungen Produzenten zusammenarbeite. Erste neue Releases seien ab Ende Oktober geplant, danach gehe es Anfang 2027 weiter.

Die aktuelle Deutschrap-Szene sieht Bausa allerdings nicht nur positiv. Es gebe viele spannende junge Künstler, aber: «Es ist zu viel Copy-Paste für meinen Geschmack.» Mit Schweizer Rap hat er wenig am Hut. Einen Namen kennt er immerhin: «Ich kenne Pronto, aber da hört es auch schon ziemlich schnell auf.»

Ein Traum fehlt ihm noch

Bevor er irgendwann ans Aufhören denkt, will Bausa noch ein grosses Projekt verwirklichen: ein Unplugged-Konzert mit einer grossen Band. «Das ist schon seit Jahren mein Plan», sagt er. Der organisatorische und finanzielle Aufwand sei allerdings enorm. In den kommenden ein bis zwei Jahren soll es trotzdem passieren.

Zuerst steht die Show in Zürich an. Seine Botschaft an die Schweizer Fans ist unkompliziert: «Kommt vorbei. Ich freue mich auf euch. Wir werden einen Riesenspass haben.»

Ammar Jusufi

Ammar Jusufi (amj), Jahrgang 2001, arbeitet seit November 2024 für 20 Minuten. Nach seinem Praktikum im Ressort Ostschweiz ist er nun Redakteur im Ressort People.

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