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Friday, October 23, 2026

Nachhaltigkeitsfonds von Banken investieren in Öl und Kohle

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  • Fast alle Nachhaltigkeitsfonds der grössten Schweizer Banken investieren in Unternehmen der fossilen Energiebranche.
  • Das zeigt eine Auswertung des Konsumentenschutzes, darunter sind Shell, Totalenergies, Siemens und Rüstungsfirmen.
  • Der Fonds Global Climate Equity der Postfinance hält gar 47 solche Unternehmen.

Banken bieten neben den normalen Aktien-Portfolios auch Nachhaltigkeitsfonds. Doch wer denkt, damit gezielt in Unternehmen zu investieren, die besonders ökologisch sind, könnte sich irren. Fast alle Nachhaltigkeitsfonds der grössten Schweizer Banken investieren in Unternehmen der fossilen Energiebranche, wie eine Auswertung des Konsumentenschutzes zeigt.

Darunter sind beispielsweise Unternehmen wie Shell und Totalenergies, die Erdöl und Erdgas fördern, wie es in einer Mitteilung des Konsumentenschutzes heisst. Ebenfalls in den Fonds enthalten seien Unternehmen, welche die Branche mit zentraler Technik unterstützen, etwa Siemens mit der Produktion von Gasturbinen und Digitalisierungslösungen. Auch Rüstungsfirmen sind vertreten.

Der Fonds «Global Climate Equity» der Postfinance hält gar 47 solche Unternehmen. Eine Antwort des Unternehmens auf eine Anfrage von 20 Minuten ist derzeit noch offen.

Der Konsumentenschutz fordert deshalb mehr Engagement und Transparenz. Konsumentenschutz-Geschäftsleiterin Sara Stalder kritisiert: «Die Banken müssen mehr Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft übernehmen und für Nachhaltigkeitsfonds endlich sachgerechte, strenge und transparente Kriterien anwenden.»

So wertete der Konsumentenschutz die Nachhaltigkeitsfonds aus

Für die Analyse hat der Konsumentenschutz die Fondsportfolios aus den Halbjahres- und Jahresberichten 2025 der Banken mit einer Datenbank von «Corporate Knights» abgeglichen. Dieses kanadische Unternehmen bewertet jährlich über 12'000 Unternehmen basierend auf den UNO-Nachhaltigkeitszielen. Unternehmen, welche sich aufgrund ihrer Produkte, Dienstleistungen oder Aktivitäten negativ auf die nachhaltige Entwicklung auswirken, werden anhand von Ausschlusskriterien herausgefiltert. Für die vorliegende Analyse wurden die Portfolios der «Nachhaltigkeits»-Fonds mit den Unternehmen, welche die Ausschlusskriterien laut «Corporate Knights» erfüllen, abgeglichen.

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Fabian Pöschl

Fabian Pöschl (fpo) arbeitet seit 2020 für 20 Minuten. Er ist Verantwortlicher Wirtschaftsnews im Ressort Wirtschaft

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