Messerangriff auf Kinder: «Fremde Stimmen haben es mir befohlen»

Zürich
Messerangriff auf Kinder mit ChatGPT geplant: Prozess geht weiterEin chinesischer Student steht wegen versuchten Mordes an drei fünfjährigen Buben vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft fordert 15 Jahre Haft. 20 Minuten berichtet live aus dem Gerichtssaal.
Darum gehts
- Ein chinesischer Student steht in Zürich wegen versuchten Mordes vor Gericht: Er stach am 1. Oktober 2024 in Oerlikon auf drei fünfjährige Buben ein.
- Die Anklageschrift zeigt, dass der Mann die Tat minutiös plante – er nutzte ChatGPT und kaufte Rindfleisch, um Messerstiche zu üben.
- Die Staatsanwaltschaft fordert 15 Jahre Freiheitsstrafe sowie eine gleich lange Landesverweisung.
Deine Meinung zählt
16.09.2026
Mi 16:04
15 Jahre Freiheitsstrafe gefordert
Am 1. Oktober 2024, dem chinesischen Nationalfeiertag, ging ein damals 23-jähriger chinesischer Student mit einem Messer in Zürich-Oerlikon auf Hortkinder los. Drei fünfjährige Buben wurden durch die rund 8,5 Zentimeter lange Klinge schwer verletzt.
Weitere Angriffe konnten nur verhindert werden, weil die Hortmitarbeiterin vehement einschritt: Gemäss Anklageschrift eilte sie zum Täter und hielt seine Arme fest, sodass er von seinem Vorhaben abliess. Als der Mann bemerkte, dass er sich nicht losreissen konnte, habe er das Messer weggeworfen und sich ergeben.
Tat mit ChatGPT geplant
Am Donnerstag und Freitag steht der Mann vor Gericht. Der Staatsanwalt wirft ihm versuchten Mord vor. Der Chinese hat die Tat von langer Hand geplant und minutiös mithilfe von ChatGPT vorbereitet. Er fragte die künstliche Intelligenz ChatGPT nach den «juristischen Konsequenzen verschiedener Tatvarianten der Tötung von Zufallsopfern durch Erstechen» und entschied sich, Kinder zu erstechen.
Die Staatsanwaltschaft schreibt in der Anklageschrift, dass der Mann aus «blosser Rachsucht, Geltungsdrang und ideologischer Verblendung» gehandelt habe. Sie fordert eine unbedingte Freiheitsstrafe von 15 Jahren sowie eine ebenso lange Landesverweisung.
Stefan Hohler (hoh), arbeitet seit 2020 als Gerichtsreporter für 20 Minuten.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.
