Bub verletzt: Coop nimmt Stressbälle aus dem Sortiment

- Coop hat mehrere Squishy-Modelle vorsorglich aus dem Verkauf genommen, nachdem ein Achtjähriger in Frankreich Verbrennungen zweiten Grades im Gesicht erlitten hat.
- Sein Anti-Stress-Ball war geplatzt – weitere Tests und Abstimmungen mit Behörden laufen derzeit.
- Spielzeughändler King Jouet gibt Entwarnung für seine Produkte und warnt vor ungeprüften Billigangeboten im Netz.
Wieder sorgen mit Gel oder Schaum gefüllte Spielzeuge, sogenannte Squishies, für Diskussionen: Nach einem Verletzungsfall in Frankreich hat Coop mehrere Modelle aus dem Verkauf genommen, wie RTS berichtet. Der Sender benennt die betroffenen Squishys nicht näher. «Die betroffenen Artikel wurden vorsorglich aus dem Verkauf genommen. Weitere eingehende Tests und detaillierte Abstimmungen mit unseren Geschäftspartnern und den Behörden laufen derzeit», so ein Sprecher gegenüber dem Sender.
Achtjähriger im Gesicht verbrannt
Grund für den Verkaufsstopp ist ein weiterer Verbrennungsfall im Zusammenhang mit den quetschbaren Spielzeugen, die fast immer gefährliche Chemikalien enthalten. Der Vorfall ereignete sich in Frankreich, wobei ein Achtjähriger Verbrennungen zweiten Grades im Gesicht erlitt, nachdem sein Anti-Stress-Ball geplatzt war.
Wie sicher fühlst du dich bei Spielzeugen, die du im Internet oder im Laden kaufst?
Gegenüber RTS zeigt sich der Spielzeughändler King Jouet, der nebst Frankreich auch in der Romandie Filialen betreibt, unbesorgt: Die Produkte, die man im Sortiment habe, seien getestet, zertifiziert und würden den Schweizer Normen entsprechen. «Gewisse [Squishys] wurden sogar von den Kantonschemikern geprüft», so Geschäftsführer Clément Lemétayer. Er warnt vor allem vor billigen Alternativen, die im Netz in grosser Zahl angeboten werden und laut seiner Darstellung oft gar nicht getestet würden.
Darum kommt es immer wieder zu Unfällen
Die Squishys erfreuen sich in den letzten Monaten in vielen Ländern grosse Beliebtheit. Immer wieder kommt es dabei aber zu Unfällen. Denn auf den Spielzeugen sollte keinesfalls herumgebissen werden – etwas, das vor allem kleinere Kinder oft auch instinktiv tun. Auch das Erwärmen der Plastikspielzeuge in der Mikrowelle birgt grosse Gefahr und sollte auf jeden Fall unterlassen werden.
Benedikt Hollenstein (bho) ist seit 2021 bei 20 Minuten. Er schreibt für den Newsdesk und übernimmt dort auch Tagesleitungsschichten.
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