Sorgen um Nati-Juwel: «Muss von den Schiris geschützt werden»

- Nati-Trainer Murat Yakin fordert mehr Schutz von den Schiedsrichtern für Jungstar Johan Manzambi.
- Der 20-jährige Aston-Villa-Profi wurde beim 2:1-Sieg der Schweiz gegen Slowenien wiederholt hart gefoult.
- Gegen Nordmazedonien am Dienstag könnte Manzambi zwecks Belastungssteuerung eine Pause erhalten.
Spätestens seit der letzten WM weiss man weltweit, dass die Schweiz mit Johan Manzambi ein riesiges Talent in ihren Reihen weiss. In der zweitklassigen Nations-League-Gruppe der Nati wissen sich die Schweizer Gegner gegen den 20-jährigen Shootingstar nun teils nur mit harten bis überharten Mitteln zu helfen – so auch beim 2:1-Erfolg über Slowenien.
«Unsere schnellen, wendigen Jungs kannst du nur so stoppen. Zum Glück hat sich keiner verletzt», meint Murat Yakin, als er an der Pressekonferenz nach dem Spiel allgemein auf die ruppige Gangart der Slowenen angesprochen wird. Bei der spezifischen Frage zu seinem Juwel Manzambi nimmt der Nati-Coach dann auch die Unparteiischen in die Pflicht.
«Manzambi ist noch jung und muss seinen Weg finden, sich nicht provozieren lassen»
«Natürlich provoziert er auch die Dribblings und die Eins-gegen-eins-Duelle. Aber ich denke eher, dass er von den Schiedsrichtern geschützt werden muss», hält Yakin fest. Manzambi sei so ein begnadeter Fussballer, der den Tordrang habe und so oft in solche Duelle gerate.
«Das sind ja auch seine Fähigkeiten, warum er dort ist, wo er ist. Genau mit solchen Spielaktionen, die die Zuschauer und uns begeistern. Dazu arbeitet er noch sehr mannschaftsdienlich», lobt der Nationaltrainer den Aston-Villa-Profi. «Klar, er ist noch jung und muss seinen Weg finden, sich nicht provozieren lassen.»
«Ich muss einfach nicht nervös sein und weiterspielen»
Manzambi selbst lässt sich ab der harten Gangart der Gegenspieler nicht aus der Ruhe bringen. «Ich denke, ich bin ein Spieler, der viele Fouls kriegt. Das ist meine Qualität. Ich muss einfach nicht nervös sein und weiterspielen», so der gebürtige Genfer in der Mixed Zone.
Gegen Nordmazedonien am Dienstag (ab 20.45 Uhr live bei 20 Minuten) dürften die in dieser Nations League bislang makellosen Schweizer wiederum auf einen tief stehenden Gegner mit beschränkten spielerischen Mitteln treffen. Gut möglich, dass Manzambi zwecks Belastungssteuerung eine kleine Pause bekommt. «Es wird den einen oder anderen Wechsel geben. Viel wechseln müssen wir nicht, aber vielleicht auf zwei, drei Positionen», so Yakin.
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Florian Gnägi (flo) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten im Ressort Sport. Seine grösste Expertise hat er auf den Themengebieten Fussball und Tennis.
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