«Innerhalb von sieben Tagen»: Iran schlägt den USA neuen Hormus-Deal vor
«Innerhalb von sieben Tagen»
Iran schlägt den USA neuen Hormus-Deal vor
Seit Monaten ist die Meerenge von Hormus dicht. Jetzt bietet Iran den USA an, die wichtigste Öl-Route der Welt innert sieben Tagen wieder zu öffnen. Washington muss sich dafür an eine bereits im Juni vereinbarte Absichtserklärung halten.
Publiziert: vor 7 Minuten
Darum gehts
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- Iran bietet USA Deal zur Öffnung der Hormus-Meerenge in sieben Tagen
- 20 Prozent des globalen Öls passieren die seit Februar blockierte Route
- Ölpreise steigen, Druck auf Trump wächst vor Kongresswahlen im November
Natalie ZumkellerRedaktorin News
Bewegung im festgefahrenen Golf-Konflikt: Der Iran hat der US-Regierung ein Angebot gemacht. Die blockierte Meerenge von Hormus könnte in sieben Tagen wieder offen sein. Das erklärte der iranische Aussenminister Abbas Araghchi am Freitag bei der Uno in New York. Die Bedingung: Die USA müssen die Vorgaben einer Absichtserklärung vom Juni erfüllen. Katar hat den Vorschlag bereits an Washington übermittelt.
Laut der BBC laufen derzeit positive Gespräche über Vermittler. Dabei geht es auch um das iranische Atomprogramm. Die Annäherung überrascht: Erst Anfang der Woche drohte US-Präsident Donald Trump mit der «Vernichtung der Islamischen Republik».
Öl-Preise unter Druck
Seit Monaten ist die Meerenge von Hormus blockiert. Am 28. Februar starteten die USA und Israel Luftangriffe auf den Iran. Teheran schlug zurück und sperrte die strategisch wichtige Wasserstrasse. Zuvor passierten 20 Prozent des globalen Öls und Gases dieses Nadelöhr. Die Blockade treibt die weltweiten Energiepreise hoch und setzt Trump vor den Kongresswahlen im November unter Druck.
Aussenminister Araghchi betonte: «Wenn die notwendigen Bedingungen erfüllt sind, kann die Meerenge wieder geöffnet werden, und der normale Schiffsverkehr könnte innerhalb von sieben Tagen wiederhergestellt werden.» Er fordere nichts Neues von den USA, die Bedingungen stünden alle bereits im Abkommen vom Juni.
Das gescheiterte Juni-Abkommen
Dieses Abkommen sollte ursprünglich einen Waffenstillstand bringen. Iran versprach unter anderem, keine Atombombe zu bauen und den sicheren Handel zu garantieren. Doch der Deal platzte schnell. Beide Seiten griffen wieder zu den Waffen.
Trotz der US-Blockade iranischer Häfen und ständiger Angriffe zeichnet sich nun eine Entspannung ab. Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian signalisierte im Interview mit CBS News Bereitschaft für Kontrollen: «Wenn sie Inspektionen durchführen möchten, können wir dazu Übereinkünfte im Rahmen der Verhandlungen erzielen.»
Trump zeigte sich an der Uno-Generalversammlung optimistisch. Ein Deal mit Iran sei nach den Wahlen möglich. Araghchi stellte am Freitag jedoch klar: «Frieden kann nicht durch Drohungen der Vernichtung aufgebaut werden.»
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