Unser iPhone Duo ist immer noch ganz

- Das Innendisplay des iPhone Duo misst 7,6 Zoll und ist 50 % grösser als jenes des iPhone 18 Pro Max.
- Das Gerät kostet ab 1999 Franken, ermöglicht Multitasking und eine Tastatur über die gesamte Bildschirmbreite.
- Nach einer Woche Test zeigt das Display keine Schäden, das Gerät erwärmt sich aber bei Multitasking schnell.
Nach den Pro-Modellen des iPhone 18 ist seit etwas mehr als einer Woche Apples erstes Falt-Handy, das iPhone Duo, erhältlich – für mindestens 1999.- Franken. Neben dem hohen Preis macht das Luxus-Gerät vor allem wegen dem «Crack-Gate» von sich reden. Nutzer berichteten bereits nach wenigen Tagen über kaputte Innendisplays sowie den sicht- und fühlbaren Falz in der Innendisplay-Mitte.
Was kann das iPhone Duo wirklich? Lohnt sich ein Kauf, und wenn ja, wer soll sich das neue Luxus-Phone von Apple leisten? – Wir haben das Duo rund eine Woche auf- und zugeklappt, Fotos und Videos gemacht sowie die neuen Multitasking-Funktionen getestet.
Zwei Displays und weniger Schmierereien
Im Unterschied zu anderen Falt-Phones verfügt das iPhone Duo über ein grosses, aufklappbares Innen- sowie ein Aussendisplay. Auf beiden kann das Gerät wie ein herkömmliches Smartphone bedient werden. Der innere Bildschirm bietet allerdings noch ein, zwei Navigations-Möglichkeiten mehr, wie etwa Multitasking. Einen Unterschied gibt es auch bezüglich Display-Beschichtung: Während der äussere Bildschirm hochglänzend respektive spiegelnd wie bei den anderen iPhones ist, wurde dem Innendisplay eine matte Beschichtung verpasst. Somit wirkt die Darstellung von Inhalten zwar milchiger, dafür verschmierst du den inneren Bildschirm mit deinen Fingerabdrücken weniger. Und die Oberfläche fühlt sich beim Swipen etwas rauer an.
Farblich ist das iPhone Duo in Schwarz («Nachthimmel») oder Weiss («Sternenweiss») erhältlich.
Breites Display, nicht nur für dicke Finger
Das Innendisplay des iPhone Duo misst 7,6 Zoll und ist damit 50 Prozent grösser als dasjenige des iPhone 18 Pro Max. Der für ein Smartphone enorme Bildschirm soll gemäss Apple «Raum für Grosses» bieten. Während sich der Tech-Gigant damit wohl vor allem auf die Darstellung von Bildern und Videos bezieht, schätzen wir den Mega-Bildschirm vor allem, wenn es um ...
... die Eingabe von Texten beziehungsweise Nachrichten geht. Auf dem Duo erstreckt sich das digitale Keyboard nämlich über die gesamte Bildschirmbreite, was bedeutet, dass die Tasten nun viel grösser sind und man sich weniger oft vertippt.
Wie stehst du zum ersten faltbaren iPhone von Apple?
Anstiftung zum Schreiben und Zeichnen
Seit wenigen Tagen kann das iPhone Duo auf iOS 27.2 aktualisiert werden. Das Update ermöglicht die Nutzung des Apple Pencils mit dem Falt-Handy. Allerdings funktioniert nur der USB-C-Pencil mit dem Duo. Das macht Sinn. Denn es gibt keine Möglichkeit, einen digitalen Stift (Pencil Pro) wie mit einem iPad mittels magnetischer Anheftung am Smartphone aufzuladen.
«Crack Gate»: Nicht bei uns
Für Aufruhr in den ersten Tagen nach seinem Launch sorgte das Duo, nachdem Nutzer über Falt-Abdrücke und kaputte Innendisplays berichteten. Gemäss Apple soll es sich dabei um einige wenige Fälle gehandelt haben, bei denen Falt-Bewegungen den Bildschirm ruiniert hätten. Sollte dir das tatsächlich auch passieren, wird dir Apple das zerstörte Display ersetzen.
Wir haben bisher keinerlei derartigen Probleme mit dem Innendisplay unseres iPhone Duo gehabt. Ja, die Falz-Linie in der Bildschirm-Mitte ist leicht sicht- und ertastbar. Aber hast du dir mal überlegt, dass auch Bücher einen Falz in der Mitte haben, und warum das so ist? – Uns stört die minime Falz- beziehungsweise Falt-Spur auf dem Innenbildschirm jedenfalls nicht.
Das Techportal Cnet hat die Faltbarkeit des Duo übrigens tagelang auf die Probe gestellt. Nach Abertausenden Klapp-Bewegungen hat das Display noch keinerlei Schaden genommen.
Brauchst du das?
Nach rund einer Woche mit dem iPhone Duo ziehen wir ein positives Fazit. Das grosse Innendisplay bietet viel Platz, um mit verschiedenen Apps zu arbeiten, zu kommunizieren oder zu spielen. Multitasking funktioniert einwandfrei, allerdings erwärmt sich das Gerät ziemlich schnell und stark, wenn man etwa Mails schreibt, News konsumiert und gleichzeitig Videos laufen lässt. Wir haben unser Duo zwar (noch) nicht zigtausendfach auf- und zugeklappt, nach einer Woche «normalem» Alltagsgebrauch mit geschätzt 50- bis 100-fachem, täglichen Öffnen und Schliessen des Innendisplays haben die Klappbewegungen keinerlei Spuren hinterlassen.
Klar, gut 2000.- Franken sind ein mehr als stolzer Preis für ein Smartphone. Ob sich der Kauf lohnt? – Wir finden: Ja, vor allem, wenn du dir seit drei oder vier Jahren kein neues Handy mehr geleistet hast.
Und noch ein Hinweis für langjährige iPhone-Nutzende: Solltest du dich für einen Kauf des Duo entscheiden, rechne mit ein paar Tagen Eingewöhnungszeit. Die neue Anordnung der Buttons an der Gehäuse-Seite sowie das neue Bildschirmformat könnten am Anfang für Bedienungs-Konfusion sorgen.
Phil Stirnemann (pst), Jahrgang 1975, steht seit Januar 2014 in Diensten von 20 Minuten. Er ist Senior Video Producer und hatte vor seiner 20-Minuten-Karriere eine eigene TV-Show.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.
