Remis im St. Jakob-Park – GC holt sich mit Kampf und zwei Goalies ein 0:0 in Basel

- In der 11. Runde der Super League trennen sich der FC Basel und GC 0:0.
- Der FCB hat mehr Ballbesitz und verlagert das Spiel in die Zürcher Hälfte, gefährlich wird's aber zu selten.
- In den weiteren Sonntagsspielen schlägt Lugano den FC Thun auswärts, Sion gewinnt gegen Lausanne knapp.
Als hätte er alle Zeit der Welt, band sich Justin Hammel auf der Bank in aller Ruhe die Schuhe, entledigte sich seiner Trainingsjacke und zog sich die Torwarthandschuhe an. Der GC-Ersatzgoalie musste für Marvin Hübel einspringen, der sich bei einem Abschlag verletzt hatte. Stress hatte Hammel offensichtlich nicht. Mehrere Minuten verstrichen, bis der frühere FCB-Spieler den Rasen des St. Jakob-Parks schliesslich gänzlich ohne Aufwärmübungen betrat – unter lauten Pfiffen des Heimpublikums.
Es war in dieser 76. Minute das erste Mal, dass es im Basler Stadion so richtig laut wurde. Die beiden Teams hatten sich zuvor mit fussballerischer Magerkost die Waage gehalten. Der FCB war deutlich mehr am Ball, konnte den kompakten Defensivblock der Zürcher aber nicht knacken. GC versuchte zu kontern und suchte bei Eckbällen den möglichen Lucky-Punch.
Hammel zeigt sich
Nach dem GC-Goaliewechsel hatte der FCB seine beste Phase der Partie, allerdings währte auch diese nur kurz. Schon in der 80. Minute musste sich Hammel ein erstes Mal auszeichnen, gegen Zan Celar zeigte er sich aus kurzer Distanz hellwach. Sich aufzuwärmen scheint also, zumindest für den 25-Jährigen, nicht nötig zu sein. Wobei Hammel zwei Zeigerumdrehungen später auch etwas Glück hatte: Nach einem Eckball köpfelte Jonas Harder den Ball an die Latte.
Trotz später gerechtfertigten 8 Minuten Nachspielzeit brachte es der FCB nicht fertig, noch einmal für wirkliche Torgefahr zu sorgen. So endete die Partie 0:0 – GC dürfte damit besser leben können. Basel holte zuhause nach zuvor drei Niederlagen zwar wieder einmal einen Punkt, gemessen an den Ansprüchen ist aber auch das deutlich zu wenig.
Wawrinka zu Besuch
In der Startphase hatte Becir Omeragic nach wenigen Minuten mit einem Abschluss aus der Distanz die Latte getroffen. Danach hatte GC durch einen Fernschuss und einen Kopfball von Young-Jun Lee seine besten Möglichkeiten des Spiels. Jonas Omlin war jedoch beide Male zur Stelle.
Jubeln durften die Fans nur einmal: Als in der Pause Tennis-Star Stan Wawrinka vor den Swiss Indoors vorbeischaute. Den Zuschauern wäre ein Tor aber wohl lieber gewesen.
So geht's weiter
GC empfängt am nächsten Samstag um 18:00 Uhr den FC Vaduz. Basel muss am Sonntag auswärts bei Leader Lugano antreten.
Übersicht Super League
SRF zwei, «Super League – Highlights», 25.10.2026, 19:00 Uhr ; sam
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