Kennst du diese 5 versteckten Schweizer Täler?

Zwischen steilen Felswänden, kleinen Bergdörfern und sanften Alpweiden zeigt sich die Schweiz von ganz unterschiedlichen Seiten. Besonders schön lässt sich diese Vielfalt in ihren Tälern entdecken. Wir stellen fünf vor, in denen du durch ursprüngliche Landschaften wanderst, auf alte Traditionen triffst und zwischendurch in einer gemütlichen Alphütte einkehrst.
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Das Sonnige: Bleniotal (TI)
Wer ans Tessin denkt, hat oft Palmen und Seepromenaden vor Augen. Im Bleniotal zwischen Biasca und dem Lukmanierpass zeigt sich der Südkanton von einer anderen Seite: Hier treffen schroffe Gipfel auf grüne Wiesen, Wälder und kleine Bergdörfer. In den tieferen Lagen wird sogar Wein angebaut.
Tipp: Im Herbst lohnt sich ein Abstecher zu den Ruinen des Castello di Serravalle im unteren Tal, wenn sich die Landschaft rundherum gelb und rot färbt. Wer den Ausflug genussvoll abrunden möchte, bucht eine Merlotdegustation bei einem der Weingüter der Region.
Das Sagenumwobene: Val de Travers (NE)
Die «Grüne Fee» ist im Val de Travers zu Hause: Aus dem Neuenburger Juratal stammt der Absinth, dessen Herstellung in der Schweiz während Jahrzehnten verboten war. Doch auch ohne Degustation lohnt sich ein Besuch. Tannenwälder, Kalkfelsen und die vom Wasser geformten Schluchten prägen die Landschaft. Wer Natur und Kultur verbinden möchte, findet zwischen Wanderwegen, Museen und historischen Dörfern reichlich Abwechslung.
Tipp: Im Maison de l’Absinthe in Môtiers erfährst du mehr über die Geschichte der berühmten Spirituose.
Welcher Tal-Typ spricht dich am meisten an?
Das Tal der Walser: Safiental (GR)
Einzelne Holzhäuser, Heuscheunen und Ställe verteilen sich über die Hänge des Safientals. Sie erzählen von den Walsern, die ursprünglich aus dem deutschsprachigen Oberwallis stammen und sich im Mittelalter hier niederliessen. Weiter hinten im Tal weichen die Wiesen und Alpweiden einer zunehmend rauen Bergwelt. Wer gerne wandert und dabei mehr über das frühere Leben in den Bergen erfahren möchte, ist hier richtig.
Tipp: Auf dem Walserweg lässt sich die Verbindung von Natur und bäuerlicher Geschichte zu Fuss entdecken.
Das Urige: Breccaschlund (FR)
Oberhalb des Schwarzsees öffnet sich eine Berglandschaft, an der Gletscher vor über 10’000 Jahren mitgearbeitet haben. Steile Kalkfelswände umrahmen sanfte Alpweiden, dazwischen stehen knorrige Bergahorne. Der Breccaschlund ist Heimat zahlreicher Alpenblumen und Tiere und eine eindrückliche Kulisse für Wanderungen. Neben den Felsen und Wiesen gehören auch die traditionellen Alphütten zum Charakter dieses Voralpentals.
Tipp: Plane auf deiner Wanderung eine Pause in einer der bewirtschafteten Alphütten ein. Dort kommen regionale Käsegerichte auf den Tisch. Wer danach noch Platz hat, bestellt Meringues mit Doppelrahm.
Das Wilde: Vallon de Réchy (VS)
Ein Wasserfall, Bergwiesen und ein Bach, der sich in weiten Windungen durch die Hochebene zieht: Das Vallon de Réchy südlich von Sierre bietet viel Natur auf engem Raum. Weiter oben liegt der Bergsee Le Louché. Das geschützte Tal lässt sich zu Fuss entdecken und ist ein lohnendes Ziel für alle, die beim Wandern lieber auf Wasserläufe und Bergflanken als auf belebte Promenaden schauen.
Tipp: Besonders schön ist die Hochebene Ar du Tsan mit ihren geschwungenen Bachläufen. Wer sie besuchen möchte, plant eine Bergwanderung ein und bleibt auf den Wegen, um die empfindliche Landschaft zu schonen.
Was für andere schöne Täler in der Schweiz kennst du? Verrate es uns in den Kommentaren.
Laura Zygmunt (lmz) arbeitet seit 2022 für 20 Minuten. Sie ist Redaktorin im Ressort Lifestyle und schreibt über die Welt des Reisens.
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