The Jerusalem PostJapan launches uncrewed space mission to become first to gather samples from Mars' moon PhobosPunch83 bag first-class degrees as 1,043 graduate from JABUESPN DeportesRays y Brewers jugarán Serie Mundial de equipos sin títuloInquirerPWD group seeks NBI help in case vs ‘macho’ hosts한겨레역삼동 인접 건물 2곳서 연달아 화재…중상자 1명 자가 호흡 회복ZDF heuteEntdecken Sie das ZDF-NachrichtenstudioThe Sydney Morning HeraldMaking the country safer must start in the building where Helen and I workObservador DesportoAs notícias das 6hSözcüÜsküdar Belediyesi'nde 3. seçim günü: Yeni başkanvekili için oylamaya gidilecekکیهان لندنخِرَد، میراث نانوشته‌ی شهریاران (به یاد و میراث اندیشگی شجاع‌الدین شفا)SportstarRanji Trophy Live Score Day 3: Ruturaj Gaikwad scores fifty; J&K 76/7 vs Vidarbha; Services 150 runs to beat Bengaln-tvRekordtief kurz vor den Midterms: Trump in Umfrage so unbeliebt wie nie
The Daily Newsstand · Free, Always
Tuesday, October 20, 2026

Oeschinensee-Gemeinde will, dass Touristen zahlen: «Nicht fair»

Translate
  • Wer zum Oeschinensee wandert, soll womöglich bald zahlen. Bei Touristen und Einheimischen stösst das auf Kritik.
  • Die Gemeinde Kandersteg prüft eine Bezahlschranke oder eine digitale Lösung für Wandernde.
  • Gemeindepräsident René Maeder verweist auf Kosten für Toiletten, Wege und Ranger; rechtliche Fragen sind offen.

Im Sommer strömen Tausende Menschen zum Oeschinensee bei Kandersteg. Besonders viele nehmen nicht die Gondel, sondern wandern zum Bergsee hinauf. Genau dafür könnte bald eine Gebühr fällig werden – sehr zum Unverständnis von Touristinnen, Touristen und Einheimischen.

Wie die «Plattform J» berichtet, prüft die Gemeinde eine Bezahlschranke oder eine digitale Lösung für Wandernde. An Spitzentagen seien mehr als 7000 Personen am Oeschinensee unterwegs. Laut Gemeindepräsident René Maeder laufen schätzungsweise 60 bis 70 Prozent der Gäste hoch. Toiletten, Wege und Ranger verursachten Kosten, während viele Tagesgäste wenig Geld im Dorf ausgäben. Noch sind allerdings rechtliche Fragen offen – auch, ob und wie eine solche Abgabe kontrolliert werden könnte.

«Wenn man schon hochläuft, dann noch Geld zu verlangen, finde ich nicht fair»

Neel (22) und Amelie (24) sind aus Deutschland angereist. Sie können nachvollziehen, dass die Menschenmassen für Kandersteg zur Belastung werden. Dennoch stossen die Pläne bei ihnen auf Kritik. «Das Parking und die Gondeln sind bereits teuer, das finde ich verständlich. Aber wenn man schon hochläuft, dann noch Geld dafür zu verlangen, finde ich nicht fair», sagt Neel.

Amelie verweist auf den Social-Media-Hype um den Bergsee: «Es kommen halt alle wegen der Social-Media-Videos hierher. Die meisten sind jung, verdienen vielleicht noch nicht gutes Geld und wollen die Natur sehen. Dass sie dann dafür zahlen müssen, finde ich nicht korrekt.» Neel fragt sich zudem: «Ich frage mich, ob dann nicht auch die Anwohner zahlen müssten.»

Jerome Blanc ist zwiegespalten. Er würde eine Gebühr akzeptieren, sofern das Geld der Natur zugutekommt.

Jerome Blanc ist zwiegespalten. Er würde eine Gebühr akzeptieren, sofern das Geld der Natur zugutekommt.20min/Maurin Vonplon

Jerome Blanc hört vor Ort zum ersten Mal von der Idee. Er ist zwiegespalten: «Ich finde es krass, wenn man nur fürs Wandern zahlen muss, weil man ja bereits für den Parkplatz und die Gondel zahlt.» Wenn die Einnahmen der Natur zugutekämen, könne er eine Abgabe aber akzeptieren. «Der Preis muss aber auch entsprechend sein. 5 Franken okay, wenn es dann aber 20 sind, dann kann ich genau so gut die Gondel nehmen.»

Auch Einheimische wehren sich gegen Eintritt

Bei den Anwohnenden fällt die Reaktion noch deutlicher aus. «Ich finde das daneben, man sollte von diesen Menschen kein Geld verlangen», sagt ein 78-jähriger Mann. Nur weil der See populär geworden sei, solle man jenen, die zu Fuss hochgingen, nicht zusätzlich Geld abnehmen. Falls die Gebühr komme, stehe für ihn fest: «Klar ist, wenn das eingeführt wird, dürfen die Anwohner nicht zahlen müssen.»

Was hältst du von einer Bezahlschranke für den Oeschinensee?

Eine weitere Anwohnerin kritisiert die Kommunikation der Gemeinde. «Wenn das eingeführt werden sollte, muss die Gemeinde mitsprechen und darüber abstimmen können.» Der Gemeindepräsident hätte die Bevölkerung anders informieren müssen, findet sie. «Man sagt den Jungen, sie sollen raus in die Natur, lässt sie dann aber für eine Wanderung zu Fuss zahlen. Das finde ich nicht korrekt.»

Einheimische sollen zwingend gratis zum See dürfen

Eine weitere Anwohnerin (77) akzeptiert die Zeitslots bei der Bahn, nicht aber den geplanten Eintritt: «Die Einschränkung mit den Zeitslots bei der Bahn finde ich okay. Aber dann noch Geld aus der Tasche zu ziehen, wenn man laufen möchte, finde ich nicht fair.» Das Minimum sei, dass Einheimische gratis zum See gelangen könnten.

Ein 70-jähriger Anwohner würde lieber zuerst das Parkplatzproblem lösen. «Man sollte sich lieber zuerst um das Parkproblem kümmern und ein richtiges Parkhaus bauen, damit die Touristen nicht irgendwo parken.» Falls die Gebühr trotzdem eingeführt werde, gelte auch für ihn: «Das Mindeste ist, dass wir als Anwohner gratis hochgehen dürfen.»

Etwas gesehen, etwas gehört?

Schick uns deinen News-Input!

Speichere unseren Kontakt im Messenger deiner Wahl und sende spannende Videos, Fotos und Dokumente direkt an die 20-Minuten-Redaktion. Sendest du uns Fotos oder Videos, die zu einem neuen Beitrag führen, erhältst du eines von vier Geschenken. Mehr Details findest du hier.

Handelt es sich um einen Unfall oder ein anderes Unglück, dann alarmiere bitte zuerst die Rettungskräfte.

Bitte beachte, dass die Redaktion im Einklang mit den publizistischen Leitlinien ausschliesslich Bilder akzeptiert, die nicht mithilfe von künstlicher Intelligenz erstellt wurden. Eine Ausnahme bildet lediglich die Illustration von Beiträgen zum Thema KI (z. B. KI-Challenges).

Die Verwendung deiner Beiträge durch 20 Minuten ist in unseren AGB geregelt: 20min.ch/agb

Maurin Vonplon

Maurin Vonplon (mav), Jahrgang 2006, arbeitet seit August 2026 bei 20 Minuten als Praktikant im Ressort Bern.

Zoé Stoller

Zoé Stoller (sto) arbeitet seit 2021 bei 20 Minuten und ist stellvertretende Leiterin des Ressorts Regionen.

View the original on 20 Minuten →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.