Wahlsieg der Opposition: Das Wunder von Serbien

Bis vor Kurzem schien es noch undenkbar: Die Opposition unter Führung der Studenten hat Aleksandar Vučić aus dem Amt gejagt – ein historischer Tag.
S erbische Studenten haben Aleksandar Vučić und sein Regime zerlegt. Alles andere ist zweitrangig an dieser vorgezogenen Parlamentswahl vom 25. Oktober 2026.
Alle Eindrücke dieses Tages, alles Bangen, alle Hoffnungen passen in einen Satz des ehemaligen serbischen Präsidenten, der jetzt auf ganzer Linie ein ehemaliger ist: Die Studentenliste hat gewonnen. Aleksandar Vučić hat die Niederlage seiner Serbischen Fortschrittspartei (SNS) eingeräumt. Und löste eine Eruption von Freude und Jubel im ganzen Land aus. Das Undenkbare ist Wirklichkeit geworden. All die Lügen, Verleumdungen, Drohungen, Beschimpfungen, Versprechen, Verdrehungen und Täuschungsmanöver der SNS-Maschinerie haben nichts gebracht.
Vor zwei Jahren haben die Studierenden Serbien in Bewegung gesetzt. Und nicht lockergelassen, bis sie das groteske Regime auseinandergenommen haben. Der Möchtegern-Putin, der Autokrat, der ein Diktator werden wollte, muss die Koffer packen.
Die Menschen in Serbien haben ihre Angst abgeschüttelt, das Joch der Erniedrigung und des Gehorsams abgeworfen und für Rechtsstaatlichkeit, Gleichheit und Freiheit gestimmt.
Und alles das ging friedlich vonstatten, ohne Gewalt, mit einem Lächeln im Gesicht. Die Gewalt ging die ganze Zeit von der SNS aus. Sie schickte Schläger zum Prügeln, Polizisten zum Verhaften und Staatsanwälte, um wahnwitzige Anklagen gegen Studenten zu erheben.
Studenten gewinnen eine Wahl
Das Experiment namens „Studentenliste – Die Studierenden siegen“ ist geglückt. Sie haben die Regimeliste „Vereintes Serbien“ überrollt und gleich noch alle anderen Parteien, ausgenommen die Parteien der ethnischen Minderheiten, aus dem Parlament rausgeschmissen.
So etwas hat es in der Geschichte noch nie gegeben: Studenten gewinnen eine Parlamentswahl. Mit einer Liste von Menschen, die sie selbst ausgesucht haben. Menschen, die geschworen haben, die Zukunft des Landes nach den Vorstellungen derjenigen zu gestalten, die ganz buchstäblich seine Zukunft sind.
Die Gendarmerie hat sich Sonntagnacht von den Straßen zurückgezogen. Die Polizeibrigade prügelt nicht mehr auf Studierende ein, sondern begrüßt sie. Die Schläger sind aus dem Zentrum Belgrads geflohen.
Wie einfach das auf einmal jetzt aussieht. Hat aber 14 lange Jahre gedauert.
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