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Tuesday, August 18, 2026

Millionen-Coup: Diebe deaktivieren Alarm und stehlen Meisterwerke

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  • Diebe haben beim Einbruch ins MuMe-Museum in Messina vier Werke des Renaissance-Künstlers Antonello da Messina gestohlen.
  • Die Täter erbeuteten drei Tafeln des Polyptychons San Gregorio (1473) sowie ein doppelseitig bemaltes Werk – eines direkt aus einer gesicherten Vitrine.
  • Die Polizei geht davon aus, dass die Meisterwerke im Auftrag für den Schwarzmarkt gestohlen wurden.

Bei einem spektakulären Museumseinbruch auf Sizilien haben Diebe am späten Samstagabend vier Meisterwerke des Renaissance-Künstlers Antonello da Messina von «ausserordentlichem Wert» gestohlen.

Bei ihrer Flucht liessen die Täter zwei der fünf Tafeln eines Polyptychons – eines mehrteiligen Kunstwerks – auf einer niedrigen Mauer zurück. Eine Familie entdeckte die Gemälde und alarmierte die Polizei. Besonders brisant: Den Einbrechern gelang es offenbar problemlos, das Alarmsystem zu deaktivieren. Auch das anwesende Aufsichtspersonal soll von dem Einbruch nichts bemerkt haben.

Wie Rai berichtet, drangen die Täter in das MuMe-Museum ein und entkamen mit vier Werken aus dem 15. Jahrhundert. Zu ihrer Beute zählen drei Tafeln des 1473 entstandenen Polyptychons San Gregorio sowie ein doppelseitig bemaltes Werk, das auf der einen Seite die Madonna mit Kind und auf der anderen Christus in der Pietà zeigt.

Handelten Täter im Auftrag einer kriminellen Organisation?

Nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa geht die Polizei davon aus, dass die Meisterwerke im Auftrag für den Schwarzmarkt gestohlen wurden. Eines der Gemälde soll direkt aus einer gesicherten Vitrine entwendet worden sein. Alle vier Werke sind auf Holztafeln gemalt.

Museumsdirektorin Marisa Mercurio zeigte sich nach der Tat schockiert. Erst kürzlich hatte das Museum eines der Werke für 15 Millionen Euro erworben. Gegenüber Sky TG24 sagte Mercurio: «Dies sind nicht einfach nur Werke von Antonello da Messina. Es sind Werke von erheblicher Bedeutung für unsere Identität, ganz abgesehen von ihrem künstlerischen und kulturellen Wert, denn es sind Werke unseres eigenen Antonello da Messina.»

Auch die Kunstkriminalitätsexpertin Lynda Albertson hält es für möglich, dass die Täter im Auftrag einer kriminellen Organisation handelten. Ein Werk von Antonello da Messina zu stehlen, sei «möglicherweise viel einfacher, als es zu verkaufen», sagte sie der Zeitung «La Repubblica». Denkbar sei deshalb, dass derart berühmte Kunstwerke gar nicht für den klassischen Kunstmarkt bestimmt sind, sondern kriminellen Organisationen als Sicherheit für andere illegale Geschäfte dienen.

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Karin Leuthold

Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.

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