KI-Horrorclown-Video löste Polizeieinsatz aus

- Zwei KI-generierte Videos mit einem Horrorclown vor einem Sekundarschulzentrum in Arbon TG lösten einen Polizeieinsatz aus.
- In einem Video wurden Vornamen von Schülern genannt – als mögliche Drohung für den 15. September 2026.
- Die Verdachtsmomente haben sich nicht erhärtet; die Täterschaft ist noch unbekannt, die Ermittlungen laufen.
Es ist einer dieser sinnentleerten Trends in den sozialen Medien und benötigt nur Minuten, um ihn umzusetzen, schreibt die Thurgauer Zeitung. Mithilfe von KI erstellen Personen ein Video mit einem furchteinflössenden Clown, der vor einer bestimmten Schule steht. Im Video wird ein Datum erwähnt, an dem der Horrorclown an die im Video gezeigte Schule kommen soll.
«Am Montag meldeten Arboner Sekundarschüler bei Lehrpersonen, dass auch vom Sekundarschulzentrum Reben 25 zwei dieser Videos kursieren», sagt der Präsident der Sekundarschulgemeinde Arbon, Robert Schwarzer, zur Thurgauer Zeitung. Er habe die Videos gesehen.
Ein Video erwähnt Vornamen von Schülern
Im ersten Video soll «Clown Art», eine Horrorgestalt aus dem Film «Terrifier 3», und das Sekundarschulzentrum an der Rebenstrasse 25 in Arbon zu sehen sein. «Bis bald – sei am 15.9.2026 bereit», war im Video zu sehen. Im zweiten Video seien Vornamen einiger Schüler aufgezählt worden. «Wir werden so viel Spass haben, Freunde», und: «See you am 15. September.»
Die Botschaft aus den Videos kann als Drohung aufgefasst werden. Aus diesem Grund war für die Verantwortlichen der Schule klar, dass man den Vorfall nicht auf die leichte Schulter nehmen darf. Die Polizei war am Montag und dem im Video erwähnten Dienstag, dem 15. September, an allen drei Sekundarschulzentren in Arbon präsent vor Ort. Zivile Polizisten haben unter den Schülern Befragungen durchgeführt.
Besorgte Eltern kamen mit Hinweisen
Eltern sind verunsichert und verängstigt gewesen und verschiedene hätten sich mit Hinweisen auf eine mögliche Urheberschaft beim Präsidenten der Sekundarschulgemeinde gemeldet. Am Montag wurden Eltern der betroffenen Schule informiert.
Hast du schon mal einen Horrorclown-Film gesehen?
Am Dienstagvormittag fand der Unterricht wieder ordentlich statt. Die Polizei gab am Dienstagmittag definitiv Entwarnung.
Die Verdachtsmomente haben sich nicht erhärtet, schreibt die Kantonspolizei Thurgau in einer Medienmitteilung. Die Täterschaft ist der Polizei noch unbekannt, die Ermittlungen der Kantonspolizei Thurgau seien noch nicht abgeschlossen, wie es am Donnerstag auf Anfrage heisst. Die beiden Videos sind online nicht mehr auffindbar.
Vanessa Figi (vfi), Jahrgang 2004, arbeitet seit Juli 2026 als Praktikantin beim Ressort Ostschweiz.
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