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Tuesday, November 3, 2026

Exklusive, neue Zahlen – Immer mehr Krebsbetroffene in der Schweiz

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Eine plötzliche Krebsdiagnose stellt das Leben der Betroffenen auf den Kopf: Nebst Schmerzen, zahlreichen Sorgen und unzähligen medizinischen Behandlungen steht der eigentliche Alltag still.

Person bindet ein rosa Kopftuch vor einem Spiegel.
Legende: Zwar gibt es auch mehr Krebserkrankte in der Schweiz, aber noch nie standen die Chancen so gut, den Krebs zu besiegen wie heute. Getty Images

Eine gewaltige Herausforderung, welche auch Viviane Mee kennt. Die Naturwissenschaftlerin kämpft seit sechs Jahren gegen einen Tumor in der Beinmuskulatur: «Das Schwierigste sind wirklich die Rückschläge – und sich dann trotzdem nochmals auf eine Behandlung einzulassen und weiterzugehen. Das braucht enorm Energie», sagt Viviane Mee.

Eine Verdoppelung in 20 Jahren

Neue Zahlen, die SRF exklusiv vorliegen, zeigen: In der Schweiz haben oder hatten rund 495'000 Menschen Krebs.

Vor 20 Jahren waren es gut die Hälfte. Zu diesem Resultat kommt eine Studie, welche das Nationale Institut für Krebsepidemiologie und ‑registrierung (Nicer) in Zusammenarbeit mit weiteren Forschenden durchgeführt hat.

Wir müssen uns auch fragen: Wie können wir Betroffenen langfristig eine gute Lebensqualität ermöglichen?

Schweizweit erstmals in dieser Systematik erhoben, hat der Anstieg zwei Ursachen, erklärt Mitautorin und Direktorin der nationalen Krebsregistrierungsstelle Katharina Staehelin: «Einerseits werden die Behandlungsmethoden immer besser und Krebs wird früher diagnostiziert. Aber dadurch, dass die Bevölkerung wächst und älter wird, erkranken auch mehr Menschen an Krebs.»

Nicht nur auf Medizin fokussieren

Die Krebsliga ist überzeugt: Menschen mit Krebs brauchen bessere Unterstützung. Deshalb wird Betroffenen bei Bedarf in einem Pilotprojekt in Winterthur und bald auch im Tessin ein Coach zur Seite gestellt.

Der Fokus soll weg von der rein medizinischen Behandlung, erklärt der sogenannte Cancer-Survivor-Spezialist Manuel Weber von der Krebsliga Schweiz: «Wir müssen uns auch fragen: Wie können wir Betroffenen langfristig eine gute Lebensqualität ermöglichen? Dazu müssen wir ganz genau wissen und erfassen, was die Menschen wo zu welchem Zeitpunkt zur Unterstützung brauchen.»

Es brauche ein Umdenken, da es immer mehr Krebsüberlebende gebe. Denn noch nie standen die Chancen so gut, den Krebs zu besiegen, wie heute.

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