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Sunday, November 1, 2026

«Nie das Gefühl, bei BMW-Sauber willkommen zu sein»

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Vierfach-Weltmeister Vettel blickt auf F1-Premiere zurück

«Nie das Gefühl, bei BMW-Sauber willkommen zu sein»

Wie tickt einer, der sich viermal zum Formel-1-Weltmeister krönte? Die neue Doku «Being Sebastian Vettel» liefert spannende Antworten.

Publiziert: vor 19 Minuten

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Roger BenoitFormel-1-Experte

Eine weitere Dokumentation wird im TV oder in den sozialen Medien nicht nur den Formel-1-Fans serviert: «Being Sebastian Vettel». Und was Netflix oder Filme wie «Rush» nie richtig rüberbringen, ist die Realität. Da wird meist heftig übertrieben, Facts falsch dargestellt. Unterhaltung über alles – auch wenn die Realität weit weg ist.

Bei «Being Sebastian Vettel» darf man schon nach den ersten zwei Folgen ein positives Fazit ziehen. Da ist man weit weg von der Schönrederei – oder von der Wahrheit, die man seit 13 Jahren verschweigt. Wie im Fall von Michael Schumacher. Deshalb ist die Dokumentation über den vierfachen Champion und Umweltschützer Sebastian Vettel (39) richtig erfrischend und informativ. Der 53-fache GP-Sieger in 299 Rennen sagt es zu Beginn: «Die Angst, dass man nicht gut genug ist, hat mich immer begleitet. Ich habe mich vom ersten Augenblick in die Geschwindigkeit verliebt. Doch das Faszinierende ist nicht das Beschleunigen, sondern das Bremsen! Dort stösst du an Grenzen, die man einem normalen Menschen kaum erklären kann.»

Vettel: «Ich wollte immer gewinnen, und dabei waren die Selbstzweifel ein guter Antrieb.» Der Wahlschweizer, der seit über zehn Jahren im Kanton Thurgau lebt, startete mit 18 von 20 Siegen in der Formel-BMW und endete mit dem 8. Rang für BMW-Sauber beim ersten Einsatz in Indianapolis 2007. «Aber ich hatte nie das Gefühl, dass ich dort willkommen bin.» Und schon schlug Red Bull zu. Entdecker Helmut Marko: «Du musst in diesem Sport brutal sein, ohne deine Freundlichkeit zu verlieren. Sebastian hat sich durchgesetzt.» Auch 2010 vor dem Finale, als Marko und Horner den Titelkandidaten baten, für Leader Webber zu fahren. Vettel lehnte ab: «Ich will siegen und dann sehen wir!» Er siegte und wurde erstmals Champion. Mehrmals kommt Hamilton zu Wort: «Für mich ist Sebastian ein enger Freund, weil er sich nie verstellte.»

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