«Wäre fast dieser Zug geworden»: Urs Meier entgeht Tragödie knapp

Darum gehts
- Der ehemalige Schweizer Schiedsrichter Urs Meier (58) wäre mit seiner Familie beinahe in den verunglückten Zug in Spanien gestiegen.
- Bei der Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge am Mittwoch starben über 60 Menschen.
- Die vierköpfige Familie wählte wegen des Preises einen günstigeren, späteren Zug.
Am Mittwoch ereignete sich in Spanien eine unfassbare Katastrophe. Zwei Hochgeschwindigkeitszüge sind miteinander kollidiert. Die Tragödie forderte über 60 Menschenleben. Auch der ehemalige Schweizer Spitzenschiedsrichter Urs Meier wäre mit seiner Familie fast an Bord des Unglückszuges gewesen.
«Es war überhaupt nicht klar, welchen Zug wir nehmen», erzählt Meier gegenüber 20 Minuten. «Tatsächlich war es so, dass es fast dieser Zug geworden wäre. Jedoch war dieser viel teurer, da dort viele Geschäftsleute drin waren. Dadurch, dass wir eine vierköpfige Familie sind, haben wir gedacht, dass wir einen Zug später nehmen, der günstiger ist.»
«Mit den Gedanken bei den Opfern»
Sie hätten einen Ausflug machen wollen, erzählt der 58-Jährige, der in Andalusien lebt. Vom Unglück erfahren hätten sie erst, als ihr Zug einen ausserordentlichen Halt habe einlegen müssen. «Es wurde eigentlich nicht viel gesagt. Wir haben dann erst nachher über das Internet vom Unglück erfahren. Uns wurde gesagt, dass der Zug nicht weiterfahren könne, dann haben wir an einer Station angehalten.»
Das Video, das er auf Instagram teilte, habe er während dieses ausserordentlichen Haltes aufgenommen. Die Familie Meier sei aber nicht wieder in den Zug gestiegen. Anschliessend sei ihnen gesagt worden, dass es wieder retour gehe. «Aber ausser dass die Strecke gesperrt ist, haben wir keine Informationen bekommen.» Die Familie Meier sei aber nicht wieder in den Zug gestiegen. «Wir haben nun ein Taxi genommen und fahren weiter.»
Meier wirkte schockiert vom Ereignis, jedoch gefasst. «Zuerst waren wir einfach nur erleichtert, dass wir nicht in diesem Zug sassen. Jetzt folgt natürlich das Mitgefühl mit den Trauernden. In den ersten Mitteilungen wurde nur von wenigen Opfern gesprochen, nun wurden es immer mehr. Wir sind mit den Gedanken bei ihnen.»
Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?
Hier findest du Hilfe:
Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen
Nino Vinzens (nvi) arbeitet seit 2024 für 20 Minuten. Seine Expertise verteilt sich hauptsächlich auf die Sportarten Fussball, Ski Alpin und Eishockey.
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