Strebt Ski-Star Gisin bald eine TV-Karriere an?

Nach ihrem Moderations-Debüt
Strebt Ski-Star Gisin bald eine TV-Karriere an?
Michelle Gisin hat sich kürzlich auf die andere Seite der Kamera gewagt. Ob diese Rolle für den Ski-Star sogar eine Job-Option für nach der Karriere ist? Möglich.
Publiziert: vor 32 Minuten
Joël HahnRedaktor Sport
Michelle Gisin (32) ist auf dem Weg zurück auf die Ski. Doch die zweifache Olympiasiegerin hat auch eine neue Leidenschaft entdeckt: Moderation. Bei der Swiss-Ski Night stand sie erstmals als Interviewerin auf der anderen Seite der Kamera und war selbst überrascht, wie viel Spass ihr das macht.
«Ich wusste schon, wie es ist, Interviews zu geben. Ich hatte keine Ahnung, wie es ist, Interviews zu führen», sagt Gisin am Medientag ihres Ausrüsters Salomon zu Blick. Damit sie die neue Aufgabe nicht einfach unvorbereitet angeht, liess sie sich von Moderatorin Kiki Mäder (45) coachen. Das habe ihr enorm geholfen. «Wenn ich null vorbereitet und überfordert bin, kann ich nicht einschätzen, ob mir das gefällt oder nicht.»
Das Fazit fiel eindeutig aus. Gisin gefiel die neue Rolle. Nicht zuletzt, weil sie dabei selbst einmal nicht im Mittelpunkt steht. «In diesem Moment geht es nicht um dich. Das ist mega schön», sagt sie. Vielmehr könne sie den Rahmen für «unfassbare Athleten und Wintersportler» schaffen. «Das hat mir riesig viel Spass gemacht.»
Eine Tür zu SRF?
Dass Gisin nach ihrer aktiven Karriere einmal regelmässig als Ski-Expertin vor dem Fernseher sitzt, ist deshalb aber keineswegs gesetzt. Im Gegenteil. Eine klassische Live-Expertenrolle kann sie sich momentan kaum vorstellen.
Der Grund ist ihr schwerer Sturz. Im Moment, vor allem nach ihrem Sturz, kann sie sich nicht vorstellen, Rennen live zu kommentieren als Expertin im Fernsehen. Das wäre aktuell zu emotional, denn wenn etwas passiert, ist sie viel zu nah dran.
Interviews und Moderation sind für sie dagegen etwas anderes. Genau hier könnte sich künftig auch eine Perspektive beim SRF ergeben. Gisin selbst hält sich noch alle Möglichkeiten offen. «In einem anderen Rahmen? Why not?», sagt sie.
Auf den Ski zählt erst einmal jeder Schritt
Wann ihr Weg auf der Piste weitergeht, bleibt derweil offen. Gisin spricht bewusst nicht von einem konkreten Comebackplan. «Es gibt sehr viele verschiedene Wege. Ich kann es nicht vorhersagen.» Jeder Schritt definiere den nächsten. Ihr erstes Ziel ist deshalb bewusst klein: überhaupt wieder Ski fahren zu können. «Ich will so fit werden und so gesund sein wie möglich, damit ich wieder das machen kann, was ich am meisten liebe.»
Was danach kommt, weiss sie noch nicht. Weltcup, Spitzensport oder gar eine Rückkehr auf höchstem Niveau? «Alles, was darüber hinausgeht, ist Bonus», sagt Gisin. Sicher ist aber: Auch abseits des Skisports hat sie gerade eine neue Seite an sich entdeckt.
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