Vergewaltigungsprozess: Looksmaxxer Clavicular auf Kaution frei

- Der US-Livestreamer Braden Peters alias Clavicular (20) weist den Vorwurf der Vergewaltigung einer 17-Jährigen zurück.
- Er plädierte vor einem Gericht in Massachusetts auf nicht schuldig und akzeptierte eine Kaution von 10’000 Dollar.
- Seine Anwälte sagen, der sexuelle Kontakt sei einvernehmlich gewesen.
Der als Clavicular bekannte US-Livestreamer Braden Peters hat den Vorwurf zurückgewiesen, eine 17-Jährige vergewaltigt zu haben. Der 20-Jährige plädierte am Donnerstag vor einem Gericht im Bundesstaat Massachusetts auf nicht schuldig. Die mutmassliche Tat soll sich im Mai 2025 im Haus seiner Familie in Chatham auf Cape Cod ereignet haben.
Die junge Frau sagte der Polizei, Peters habe sie dafür bezahlt, in seinen «Looksmaxxing»-Videos aufzutreten. Bei ihrem Besuch habe er ihr Wodka gegeben, bis sie betrunken gewesen sei, und live übertragen, wie er sie küsste. Als sie am nächsten Morgen aufgewacht sei, habe Peters sie vergewaltigt. Der 20-Jährige bestreitet die Vorwürfe. Seine Anwälte erklärten, der sexuelle Kontakt sei einvernehmlich gewesen.
Peters akzeptierte eine Kautionsauflage von 10’000 Dollar und gab seinen Pass ab. Zudem darf er keinen Kontakt zu der Frau aufnehmen und nichts über sie veröffentlichen. Zu der Anhörung erschien der Influencer in einem dunklen Anzug und mit einem bellenden Hund an der Leine. Fragen von Reportern beantwortete er nicht.
Schönheitsoptimierung als Geschäftsmodell
Peters hat rund eine Million Follower auf Instagram. In seinen oft stundenlangen Übertragungen bewertet er das Aussehen anderer Menschen und spricht über sogenannte Looksmaxxing-Methoden. Dabei geht es um eine möglichst weitgehende Optimierung des eigenen Äusseren – bis hin zu Operationen und der Einnahme von Medikamenten.
Die Frau erhob ihre Vorwürfe auch in einer im April in Florida eingereichten Klage. Darin wirft sie Peters zudem vor, ihr während eines Livestreams ohne ihre Zustimmung eine fettauflösende Substanz gespritzt zu haben. Seine Anwälte bezeichneten die Klage als Versuch, öffentliche Aufmerksamkeit zu erlangen.
Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?
Hier findest du Hilfe:
Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.
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