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Saturday, October 3, 2026

Pole-Verstappen vor Hamilton – und ein heisser Schiri

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Das alte Königs-Duell

Pole-Verstappen vor Hamilton – und ein heisser Schiri

Am Sonntag fährt in Sepang bei Kuala Lumpur vorne wieder mal die volle Lust mit. Die ersten drei haben ihren Frust abgeschüttelt, sie sind heiss auf die 56 Runden.

Publiziert: vor 19 Minuten

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Roger BenoitFormel-1-Experte

Die alten Kampfhähne stehen erstmals seit Ungarn 2023 wieder in der ersten Startreihe. Hinter Max Verstappen (29, Red Bull), der seine 49. Pole-Position eroberte, und Sir Lewis Hamilton (41, Ferrari) lauert WM-Leader Kimi Antonelli (20) als Schiedsrichter im Mercedes.

Eine bessere Ausgangslage als beim Drei-Generationen-Kampf kann es gar nicht geben. Alle drei haben noch alte Rechnungen offen oder wollen ihren grossen Frust endlich wieder im Champagner ertränken.

Verstappen hat beim WM-Finale 2025 in Abu Dhabi seine letzte Pole, aber auch seinen letzten und 71. Triumph gefeiert. «Max ist als Sieger längst überfällig. Schade, dass zu Beginn der Saison sein Auto fast unfahrbar war. Den WM-Titel kann der immer noch beste Fahrer aber vergessen», sagt sein grosser Fan Bernie Ecclestone (96).

Auch der Holländer wird im Endspurt seine 139 Zähler Rückstand nicht mehr wettmachen können. Max selbst sagt: «Der Titel geht 2026 verdientermassen an Kimi. Er hat ein Traumjahr hinter sich.»

Hamiltons Traum vom achten Titel

Auch Hamilton (103 Punkte hinter Antonelli) muss seinen Traum vom achten Titel auf 2027 verschieben. «Aber endlich hatte ich wieder mal ein Auto, mit dem ich kämpfen kann, wo ich im Cockpit wirklich motiviert bin.»

Erst zum zweiten Mal steht der Brite bei Ferrari in der ersten Reihe. Als er dieses Jahr in Barcelona als Zweiter startete, hat er sein bisher einziges Rennen im roten Boliden gewonnen. Es war sein 106. GP-Erfolg. Mit dem 178. Start aus der ersten Reihe wird Hamilton wohl nie mehr von einem Kollegen eingeholt.

Wer je am Superstar gezweifelt hat, wurde jetzt eines Besseren belehrt. Der WM-Dritte lebt seine Liebschaft mit dem US-TV-Star und der Unternehmerin Kim Kardashian (45) voll aus. Früher ist Lewis bei einer unglücklichen Liebe (Nicole Scherzinger) oft zerbrochen. Als Mensch und als Fahrer.

Harte Arbeit für Antonelli

Den dritten Startplatz, den er von Hadjar erbte (fünf Plätze zurück, Motorwechsel) musste sich Antonelli hart erarbeiten. Seine Bestzeit war ihm gestrichen worden, weil er die Piste zu weit verlassen hatte – Track Limits. Der Mann aus Bologna hatte dann gerade noch eine Runde mit dem letzten Satz roter Reifen, um sich nach vorne zu kämpfen.

Prüfung bestanden. Und Antonelli ist froh, dass er nach zwei Rennen aus den hintersten Positionen (Monza und Baku) endlich vom Start weg um den Sieg mitfighten kann.

Behält Antonelli die Nerven, kann er seine unbändige Lust, an der Spitze zu fahren, bändigen? «Ich weiss, dass Toto Wolff an den Boxen oft verzweifelt, wenn ich selbst in den letzten Runden noch schneller fahren will.»

Mercedes-Teamkollege Russell, der noch einen Rückstand von 66 Punkten aufholen muss, steht mit Hadjar nur in der vierten Reihe – und unter Druck.

Wo beginnt am Sonntag beim Malaysia-Start der Frust? Neben Antonelli. Denn dort muss Leclerc im Ferrari als Vierter losfahren. Seine Niederlage gegen Hamilton schmerzt den ehrgeizigen Monegassen. Das kratzt an seinem Ego – und bis jetzt haben sich die Ferrari-Draufgänger auf der Strecke noch nie als Teamplayer ausgezeichnet.

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