Lehrerin ist 17 Jahre lang krankgemeldet – jetzt droht Gefängnis

- Die Staatsanwaltschaft Duisburg klagt eine Lehrerin aus Wesel wegen Betrugs und Urkundenfälschung an.
- Die Frau ist seit 2009 krankgeschrieben und soll fast 250'000 Euro zu Unrecht erhalten haben.
- Zwischen 2021 und 2025 soll sie zehn unzutreffende Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen vorgelegt haben.
Die Lehrerin aus dem deutschen Wesel am Niederrhein, die seit etwa 17 Jahren krankgeschrieben ist, wurde wegen Betrugs und Urkundenfälschung angeklagt. Sie soll etwa 248'000 Euro (etwa 229'000 Franken) zu Unrecht erhalten haben. Sie legte immer wieder Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen vor, bis der Verdacht eines grossen Schwindels aufkam. 20 Minuten berichtete bereits zuvor über den Fall.
Frau äussert sich nicht zu Vorwürfen
Sollte die Frau verurteilt werden, könnte ihr eine mehrjährige Freiheitsstrafe drohen, wie RTL berichtet. Gemäss der Staatsanwaltschaft Duisburg habe sich die Frau bislang nicht zu den Vorwürfen geäussert. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Zuletzt gearbeitet hatte die Pädagogin, die an einem Berufskolleg tätig war, im Jahr 2009. Bezüge erhielt sie jedoch weiterhin. Sie liess sich fortwährend krankschreiben, ohne dass das Bundesland Untersuchungen eingeleitet hätte. Dies hatte bereits ein Disziplinarverfahren zur Folge, denn die Frau sollte in den Zwangsruhestand versetzt werden. Dagegen wehrt sie sich jedoch rechtlich. Während das Strafverfahren läuft, ruht nun jedoch das Disziplinarverfahren.
Vorwurf der Urkundenfälschung
Die Frau sieht sich auch dem Vorwurf der Urkundenfälschung ausgesetzt: Sie soll laut Staatsanwaltschaft als aktive Tauchsportlerin zwei Tauchtauglichkeitsbescheinigungen ausgestellt haben – unter dem falschen Namen einer Ärztin, die es nicht gibt.
Wie lang dauerte deine längste Krankschreibung?
Die Angeklagte soll zwischen März 2021 und März 2025 zehn unzutreffende Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen vorgelegt haben. Gleichzeitig habe sie laut Staatsanwaltschaft gewusst, dass sie arbeitsfähig war. Anschuldigungen, die auf die Zeit davor fallen, sind bereits verjährt.
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Reto Bollmann (bre), Jahrgang 1991, verstärkt seit Ende 2021 als Redaktor den Newsdesk von 20 Minuten. Eine Vorliebe hat er für politische, wissenschaftliche und geschichtliche Themen.
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