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Monday, September 21, 2026

FCZ-Fans lösen Brandalarm aus – Unmut über weniger Fanzüge: Liga muss Spielpläne anpassen

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  • FCZ-Fans sorgten auf dem Weg zum Spiel nach Sitten (VS) für Störungen im Bahnverkehr.
  • Hintergrund ist, dass die SBB weniger Extrazüge für Fussballfans anbietet und die Fans auf die normalen Züge ausweichen müssen.
  • Die Swiss Football League kritisiert die gestrichenen Extrazüge. Man habe den Spielplan anpassen müssen.
  • Die SBB will an der Einschränkung festhalten.
  • Erst am Tag vor dem Spiel zwischen dem FC Zürich und dem FC Sion wurde der Anpfiff um zweieinhalb Stunden vorverlegt. Sonst wären die FCZ-Fans nicht mehr am selben Tag zurückgekommen.

Keine Extrazüge ausserhalb des Fahrplans

Die SBB verzichtet seit der aktuellen Saison auf Extrazüge ausserhalb ihres normalen Fahrplans. Aufgrund der knappen Ressourcen, Baustellen und hohen Kosten sei dies nicht mehr möglich, heisst es beim Bahnunternehmen.

Die Walliser Behörden haben das Spiel zwischen Zürich und Sion zwar vorverlegt. Einen Extrazug habe man aber trotzdem nicht einsetzen können, so die SBB. Unter anderem aufgrund von Baustellen habe es zu wenig Kapazitäten auf dem Schienennetz gegeben.

Der FC Sion war nicht happy

Box aufklappen Box zuklappen

Der Kanton Wallis ordnete an, dass der Anpfiff in Sitten um 18 Uhr statt um 20:30 Uhr erfolgt, meldete die Swiss Football League. Grund seien Sicherheitsrisiken, weil kein Extrazug für die Zürcher Fans vorgesehen war. «Das Timing stört uns», sagte Patrick Margueron, Mediensprecher des FC Sion. Man habe bereits vor mehreren Wochen über die Anspielzeit diskutiert und erst einen Tag vor dem Spiel offiziell entschieden.

Damit mussten die Zürcher Fans mit den normalen Zügen ins Wallis reisen. Züge, die am Wochenende ohnehin gut gefüllt sind. Hinzu kamen die Störungen, welche durch FCZ-Fans verursacht worden waren. Mehrere Hundert Fans versammelten sich im Bahnhof Bern, es kam zu unschönen Szenen.

Zwei Fussballspieler auf dem Spielfeld, ein Spieler hält sich das Gesicht, ein anderer klatscht.
Legende: Das Fussballspiel vom Samstag zwischen dem FC Sion und dem FC Zürich endete mit einem 1:1. KEYSTONE/Alessandro della Valle

Pyrotechnik und Böller wurden gezündet, bestätigt die Kantonspolizei Bern: «Im Rahmen des Vorfalls vom Samstag waren zahlreiche Passantinnen und Passanten Lärm- und Rauchemissionen durch Pyrotechnika ausgesetzt.» Aus Sicherheitsgründen seien zwei Stockwerke geräumt worden. Es habe keinen Sachschaden, aber viel Abfall gegeben.

Fussballliga ist unzufrieden

Die Fans des FC Zürich hatten Flyer dabei, welche sie den Bahnreisenden verteilten. Bereits die GC-Fans taten dies vor einigen Monaten. Darauf hiess es, man könne sich bei der SBB melden, sollte man sich durch Fussballfans gestört fühlen.

Wir können den Entscheid nicht ganz nachvollziehen.

Die Fans haben keine Freude an den gestrichenen Extrazügen. Auch die Liga ist nicht glücklich. «Wenn kein Fanzug zur Verfügung steht, weichen die Fans auf Regelzüge aus, das möchten wir vermeiden», sagt Philippe Guggisberg von der Swiss Football League. «Sind die Fans im Regelverkehr, gibt es einzelne Personen, die sich nicht an die Regeln halten, und das verurteilen wir klar.»

Spielplan bis Weihnachten angepasst

Die Swiss Football League könne den Entscheid nicht recht nachvollziehen, Extrazüge ausserhalb des Fahrplans zu streichen. «Das Modell hat sich über Jahrzehnte bewährt.»

Weniger Extrazüge haben Auswirkungen Spielplan

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Betroffen von der neuen Regelung sind vor allem Super-League-Spiele am Samstagabend. Neben dem Spiel Zürich–Sion musste bereits das Spiel zwischen Lugano und YB von 20:30 Uhr auf 19 Uhr vorverschoben werden. Auch das Spiel zwischen dem FC Lugano und dem FC Luzern vom Samstag, 10. Oktober, wird von 20:30 Uhr auf 18 Uhr vorverlegt.

Auf die neuen Rahmenbedingungen habe man beim Ansetzen der Partien bis Weihnachten bereits Rücksicht genommen, so die Swiss Football League. Das sei aber keine langfristige Lösung.

Bis auf Weiteres muss die Liga deshalb ihren Spielplan so anpassen, dass alle Fans mit dem ÖV zurückreisen können. «Das Ansetzen des Spielplans ist bereits kompliziert. Eine weitere Einschränkung macht die Planung der Meisterschaft schwierig», sagt Guggisberg. Die Liga beteilige sich bereits an den Extrazügen, könne diese jedoch nicht erhöhen.

Wir halten weiterhin an den Fanzügen fest.

Auch die Kantonspolizei Bern hofft auf eine baldige Lösung: «Wir würden es begrüssen, wenn seitens der Vereine und der Liga nach einer Lösung für den geordneten Fantransport gesucht würde.»

SBB will Extrazüge, aber …

Man werde die Situation aufarbeiten und Lösungen suchen, betont Moritz Weisskopf von der SBB. «Wir halten weiterhin an den Fanzügen fest.» Auf die Frage, ob es jedoch wieder Fanzüge ausserhalb des Fahrplans geben wird, weicht Weisskopf aus: «Die Liga konnte die nächsten Spiele so planen, dass es diese erweiterten Extrazüge gar nicht braucht.» Diese Extrazüge dürften zeitnah einen schweren Stand haben.

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