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Friday, October 16, 2026

Society-Lady Beller stellt sexuellen Hater an den Pranger

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  • Mit dem Online-Pranger will Irina Beller Männer abschrecken, die Frauen sexuell belästigen und beleidigen.
  • Die 54-jährige Society-Lady zeigt auf Instagram einen Screenshot der Nachrichten, die ein Mann ihr über Jahre schickt.
  • Eine Anzeige hält sie für aufwendig und teuer. Der Globus-Fall von letztem Jahr schrecke sie ab.

Die sexuelle Belästigung würdigt Irina Beller mit keinem Wort. Die Society-Lady hat bei Instagram einen Screenshot veröffentlicht, der zeigt, was für Nachrichten sie erreichen. Dazu schreibt sie bloss «…». Gegenüber 20 Minuten erklärt die 54-Jährige, was sie zu diesem Post bewegt hat.

«Ich bin der Meinung: Das Land muss seine ‹Helden› kennen. Männer wie er sollen es sich beim nächsten Mal besser überlegen, ob sie sowas schreiben wollen. Es soll eine Warnung sein an alle, mit ähnlichen Instinkten», sagt Irina Beller. Ihr Screenshot zeigt, wie ein Mann sie über Jahre belästigt. Als er sich das erste Mal bei Beller meldet, fantasiert er von Sex mit ihr. Als sie dann 2020 um ihren verstorbenen Ehemann Walter Beller trauert, schickt ihr der Mann üble Beleidigungen und bezeichnet sie als «geldgeile H**e». «Zum Glück bin ich mental sehr stark, es macht mir eigentlich nichts aus», sagt Beller.

Irina Beller glaubt an das Schlechte im Menschen

Die Society-Lady will vorerst nicht gegen die Beleidigungen und die sexuelle Belästigung vorgehen. Denn eigentlich wären die Nachrichten strafrechtlich relevant und die Staatsanwaltschaft könnte die IP-Adresse und Account-Daten des Mannes bei Instagram anfordern. «Aber Anzeige zu erstatten resultiert in der Schweiz in einem Eigentor: Es kostet nur, macht viel Aufwand und bringt am Ende nichts. Die Globus-Geschichte ist das beste Beispiel dafür», erklärt Beller.

Wie würdest du auf sexuelle Belästigung und Hassnachrichten im Netz reagieren?

Das Nobeleinkaufscenter verhängte letztes Jahr ein Hausverbot bis 2030 gegen sie, weil sie sich auf der Damentoilette mit einer Sicherheitsangestellten gestritten haben soll. Beller versuchte, sich juristisch gegen die Darstellungen zu wehren. Im Grunde hat sich damit ihr Menschenbild gefestigt. «Ich glaube stabil auch an das Schlechte im Menschen», sagt Beller.

Auf Anfrage von 20 Minuten wollte sich der Verfasser der Nachrichten nicht weiter äussern und hat stattdessen sein Instagram-Profil gelöscht.

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Wirst du oder wird jemand, den du kennst, sexuell belästigt?

Hier findest du Hilfe:

Belästigt.ch, Onlineberatung bei sexueller Belästigung am Arbeitsplatz

Dario Aeberli

Dario Aeberli (dae), Jahrgang 1995, arbeitet seit Oktober 2023 als People-Redaktor bei 20 Minuten. Zuvor war er Lokaljournalist und beim «Migros-Magazin».

View the original on 20 Minuten →

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