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Tuesday, November 3, 2026

Akinis und Wboy treiben 3 Monate auf dem Meer – und überleben

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Ein Sturm brachte neun Menschen auf dem Pazifik vom Kurs ab. Drei Monate später wurden zwei Buben und drei Erwachsene gerettet. (Symbolbild)

Ein Sturm brachte neun Menschen auf dem Pazifik vom Kurs ab. Drei Monate später wurden zwei Buben und drei Erwachsene gerettet. (Symbolbild)Christiane Oelrich/dpa

Darum gehts

  • Zwei Buben und drei Erwachsene sind im Inselstaat Kiribati nach drei Monaten auf dem Meer gerettet worden.
  • Die Gruppe geriet am 30. Juli auf der Überfahrt zwischen Murilo und Ruo in einen Sturm und trieb rund 5400 Kilometer ostwärts.
  • Vier weitere Passagiere gelten weiterhin als vermisst, die Behörde hat wenig Hoffnung.

Akinis und Wboy haben wie durch ein Wunder überlebt: Die beiden Buben wurden vergangenen Sonntag gemeinsam mit drei Erwachsenen im südpazifischen Inselstaat Kiribati gerettet. Die Gruppe hatte drei Monate auf dem Meer getrieben. «Es sind unglaubliche und wunderbare Nachrichten, dass diese fünf Menschen gefunden wurden und nun versorgt werden», teilte die US-Küstenwache der Nachrichtenagentur AP mit.

Wie der australische Sender ABC berichtet, waren am 30. Juli insgesamt neun Personen während einer einstündigen Überfahrt zwischen den Inseln Murilo und Ruo in einen Sturm geraten. Nach Schätzungen der Behörden trieb das Boot rund 5400 Kilometer von den Föderierten Staaten von Mikronesien aus ostwärts. Kurz nach ihrem Verschwinden wurden die Passagiere als vermisst gemeldet.

Gruppe ist stark dehydriert

Eine zehntägige Suche in einem Gebiet von 85’700 Quadratkilometern blieb erfolglos: Vom etwa sechs Meter langen Boot und seiner Besatzung fehlte jede Spur. Erst vor wenigen Tagen entdeckten Dorfbewohner vor der Insel Fanning in Kiribati das treibende Boot.

Eine örtliche Pflegekraft sagte ABC, alle fünf Geretteten seien stark dehydriert und unterernährt. Sie erhielten intravenöse Infusionen und zeigten bereits erste Anzeichen der Erholung. «Sie können lächeln und signalisieren, dass sie essen möchten», sagte die Pflegekraft.

Vier der ursprünglich neun Passagiere gelten weiterhin als vermisst. Was mit ihnen geschehen ist, wird noch abgeklärt. Der Sprecher des Rettungsdienstes äusserte jedoch wenig Hoffnung: «Unser tiefes Mitgefühl gilt den Familien und Freunden derjenigen, die nicht mit ihnen angekommen sind», teilte die Behörde mit.

Karin Leuthold

Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.

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