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Sunday, August 16, 2026

Leichtathletik-EM: Marathon – Petros und Vainio triumphieren – Schweizer Exploit bleibt aus

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  • Der Deutsche Amanal Petros wird seiner Favoritenrolle im EM-Marathon gerecht und holt Gold.
  • Bei den Frauen setzt sich die favorisierte Finnin Alisa Vainio in überlegener Manier die europäische Krone auf.
  • Die beiden grössten Schweizer Trümpfe Matthias Kyburz (17.) und Fabienne Schlumpf (19.) stechen nicht.

Vor zwei Jahren im Halbmarathon in Rom hatte sich Amanal Petros noch mit Bronze begnügen müssen. In Birmingham und über die volle Marathon-Distanz schlug nun aber die grosse Stunde des Deutschen. Petros nutzte nach Rennhälfte eine Verpflegungsphase, um seinen ärgsten Verfolgern davonzulaufen.

Auf den Antritt des 31-Jährigen fand die Konkurrenz keine Antwort. Petros' Reserve reichte gerade noch aus, um den Zieleinlauf nach 2:09:11 Stunden so richtig zelebrieren zu können.

Sportler läuft über Ziellinie mit 'Birmingham 2026' Banner, Zuschauer im Hintergrund.
Legende: Darf sich Europameister nennen Amanal Petros. Reuters/Andrew Boyers

Sieben Sekunden hinter dem neuen Europameister ergatterte der Italiener Pietro Riva Silber. Im Kampf um die bronzene Auszeichnung behielt der Israeli Gashau Ayale im Duell mit Suldan Hassan aus Schweden die Nase vorne.

Aus Schweizer Sicht verlief der Wettkampf enttäuschend. Matthias Kyburz vermochte zwar bis ungefähr Rennhälfte in einer 23-köpfigen Spitzengruppe mitzulaufen, verlor die Podestränge nach dem Angriff von Petros aber immer weiter aus den Augen.

Der Fricktaler überquerte die Ziellinie nach 2:11:42 Stunden als 17. Im April beim Marathon in Paris hatte Kyburz noch drei Minuten weniger für die 42,2 km benötigt. Patrik Wägeli, der zweite Schweizer im Männer-Feld, klassierte sich auf Position 36.

Vainio in eigener Liga

Bei den Frauen war die Goldmedaille schon früh vergeben. Zu dominant trat Alisa Vainio auf. Die Finnin führte das Feld über die gesamte Distanz an und lief an der Spitze ein einsames Rennen. An ihre Saisonbestleistung vom Februar in Sevilla (2:20:39 Stunden) kam Vainio in Birmingham zwar nicht ganz heran. Mit 2:22:26 Stunden unterbot die 28-Jährige aber den bisherigen EM-Rekord der Französin Christelle Daunay aus dem Jahr 2014 um fast drei Minuten.

Die Silbermedaille sicherte sich mit knapp fünf Minuten Rückstand die Ungarin Lili Anna Vindics-Toth. Die Britin Abbie Donnelly durfte sich über Bronze freuen.

Fabienne Schlumpf erwischte keinen guten Tag und konnte nicht in den Medaillenkampf eingreifen. Die Zürcherin erreichte das Ziel nach 2:32:11 Stunden als 19. und blieb fast acht Minuten über ihrer persönlichen Bestzeit. Fabienne Vonlanthen belegte als zweitbeste Schweizerin Platz 26, Andrea Meier wurde 30., Samira Schnüriger 33.

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