Männer-Riesenslalom in Sölden – Nur Pinheiro Braathen steht Meillard und Odermatt vor der Sonne

Das Podest
- 1. Lucas Pinheiro Braathen (BRA) 1:44,72 Minuten
- 2. Loïc Meillard (SUI) +0,48
- 3. Marco Odermatt (SUI) +0,49
Die letzten Weltcup-Rennen liegen sieben Monate zurück. Doch auch im Ski-Winter 2026/27 scheinen die Uhren gleich zu ticken: Das Podest beim Riesenslalom in Sölden spiegelte fast die Disziplinen-Wertung der Saison 25/26 wider. Lucas Pinheiro Braathen, Loïc Meillard und Marco Odermatt sind auch heuer wieder top.
Pinheiro Braathen fuhr auf verkürzter Strecke – der Wind verunmöglichte einen Start von ganz oben – in einer eigenen Liga. Während die Abstände generell eher klein waren, nahm der Brasilianer der Konkurrenz fast eine halbe Sekunde und mehr ab. Es war für den 26-Jährigen der zweite Sieg in Sölden und saisonübergreifend der vierte in Folge in dieser Sparte.
«Best of the Rest» waren auf dem Rettenbachgletscher Meillard und Odermatt. Der Walliser holte seinem Teamkollegen gegenüber auf dem untersten Streckenteil die entscheidende Differenz heraus und wurde in seinem ersten Rennen als Vater Zweiter. Nie zuvor war Meillard in Sölden aufs Podest gefahren. Odermatt verlor auf Meillard eine Hundertstel und fuhr in seinem 200. Weltcuprennen den 103. Podestplatz ein.
Die weiteren Schweizer
- 23. Thomas Tumler +1,89
- 25. Lenz Hächler +2,14
Die «zweite Schweizer Garde» konnte ihr Potenzial nicht ganz ausschöpfen. Thomas Tumler, mit Startnummer 17 ins Rennen gegangen, büsste schon im 1. Durchgang viel Zeit ein und musste um die Teilnahme am Final bangen. Hächler schaffte den Cut mit Startnummer 43 als 27. gerade noch so. Die günstige Ausgangslage der fast unbefahrenen Piste konnte das Duo im 2. Lauf nicht nutzen. Am Ende resultierten die Ränge 23 und 25. Immerhin: Für Hächler ist es in seiner noch jungen Karriere das zweite Mal, dass er punkten kann.
Nicht im zweiten Lauf dabei waren Fadri Janutin (41.), Luca Aerni (42.), Gino Caviezel (49.) und Giuliano Fux (61.). Caviezel, der in Sölden sein «Comeback 2.0» feierte, rutschte nach einem Linksschwung weg, verlor viel Zeit und hatte auf verkürzter Strecke keine Chance im Kampf um die Top 30.
Odermatt-Konkurrent kommt nicht weit
Mit grossen Ambitionen war Marco Schwarz in die neue Saison gestiegen. Doch sein Auftakt verlief alles andere als geplant: Der 31-Jährige rutschte bereits nach dem 7. Tor auf dem Innenski weg und verpasste nach zwölf Fahrsekunden die nächste Kurve und somit auch die Weltcup-Punkte.
So geht es weiter
Nach dem Prolog in die Saison haben die Riesenslalom-Cracks fünf Wochen Zeit, ihre Lehren zu ziehen. Weiter geht es für sie erst Ende November in Copper Mountain. Früher sind die Slalom-Fahrer gefragt: Am 15.11. in Levi und am 22.11. in Gurgl stehen sie im Einsatz.
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