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Sunday, November 1, 2026

Hausziege und Steinbock – Hybride Steinböcke im Tessin gesichtet

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Hybride Steinböcke gibt es, wenn sich ein Steinbock mit einer Hausziege paart. So ein hybrider Steinbock lässt sich nicht ganz einfach von einem normalen Steinbock unterscheiden, sagt Martina Kobiela.

Sie ist Redaktorin bei der Tessiner Zeitung und hat für den Podcast «Die Woche in den Schweizer Sprachregionen» zu den hybriden Steinböcken im Tessin recherchiert. «Sie haben zum Beispiel längere Hörner als reinrassige Steinböcke oder weisse oder rötliche Flecken im Fell.»

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  • Bild 1 von 3. Zwei Hybride dritter Generation (ca. 25 Prozent Hausziege). Bildquelle: Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL)/ZVG.

    Zwei Steinböcke auf felsigem Gelände.
  • Bild 2 von 3. Ein Hybrid dritter Generation (ca. 50 Prozent Hausziege). Bildquelle: Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL)/ZVG.

  • Bild 3 von 3. Ein Hybrid vierter Generation (ca. 25 Prozent Hausziege). Bildquelle: Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL)/ZVG.

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Da sich hybride Steinböcke weiter paaren können, wird der Gen-Pool der Steinböcke verwässert. «Irgendwann sind die Steinböcke mehr Ziege als Steinbock», sagt Martina Kobiela. Dies möchte der Kanton Tessin verhindern. Denn die hybriden Steinböcke sind ein Problem, weil sie die genetische Reinheit der wilden Steinböcke gefährden.

Hybride Steinböcke verwässern den Gen-Pool

Bis jetzt wurden im Kanton Tessin erst eine Handvoll hybrider Steinböcke gezählt. Allerdings könnte die Dunkelziffer hoch sein. Denn nur durch einen Gentest gibt es hundertprozentige Sicherheit. Damit sich die hybriden Steinböcke nicht noch mehr ausbreiten, ruft das Amt für Veterinärwesen des Kantons Tessin die Ziegen-Halterinnen und -Halter in einem Merkblatt dazu auf, die Ziegen den Winter über im Stall zu halten.

Damit soll verhindert werden, dass sie sich im Winter mit Steinböcken paaren. «Denn Geissen, die nicht mehr regelmässig gemolken werden, können über den Winter verwildern und sind sich dann nicht mehr an Menschen gewöhnt.»

Um dies zu verhindern, müssten die Ziegen vor dem ersten Schnee eingefangen werden. Da sie sehr gut klettern können, sei das nicht so einfach, sagt Martina Kobiela: «Vor allem, wenn die Ziegen in unwegsamen Gebieten sind, dann kommt auch mal ein Helikopter zum Einsatz oder die Wildhüter helfen den Bäuerinnen und Bauern, die Ziegen einzufangen.»

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