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Sunday, October 25, 2026

Tränen bei Stan-Show? «Kein Versuch, die Emotionen zu bekämpfen»

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  • Stan Wawrinka (41) bestreitet an den Swiss Indoors in Basel sein letztes Profiturnier.
  • Am Montag wird er mit einer Hommage gefeiert, am Dienstag spielt er in der 1. Runde gegen Jiri Lehecka (ATP 20).
  • Wawrinka spricht von gemischten Gefühlen: Traurigkeit, aber auch Glück, Freude und Zufriedenheit.

Nach mehr als 25 Jahren Karriere als professioneller Tennisspieler hängt Stan Wawrinka (ATP 140) nach den Swiss Indoors sein Racket – zumindest was Ernstkämpfe betrifft – an den Nagel. Am Montag wird der 41-jährige Romand in Basel mit einer Hommage gebührend gefeiert, am Dienstag steht er in der 1. Runde im Einsatz.

«Ich habe hier in den vergangenen Jahren so oft gespielt, mit grossen Enttäuschungen, aber auch sehr guten Ergebnissen», erinnert sich Wawrinka bei der Pressekonferenz vor Turnierbeginn an seine Auftritte beim grössten Tennisevent der Schweiz.

Stan Wawrinka: Letzter Auftritt bei den Swiss Indoors

«Es ist eines der bedeutendsten Hallenturniere im Tennis, mit einem stets extrem starken Feld und den besten Spielern der Welt. Deshalb ist es für mich grossartig, ein letztes Mal hier zu sein», freut sich der dreifache Grand-Slam-Champion vor seinem vielleicht letzten Match in der Startrunde gegen den Tschechen Jiri Lehecka (ATP 20).

Vor der Tennis-Rente: Stan Wawrinka.

Vor der Tennis-Rente: Stan Wawrinka.freshfocus

Bei seiner dernière danse in der Heimat werden viele Freunde und Familienmitglieder den immer noch besten Tennisspieler des Landes vor Ort unterstützen. «Ich habe nicht gezählt, wie viele da kommen werden. Aber ich spüre die Unterstützung der Menschen, die mich während meiner ganzen Karriere begleitet haben, besonders in den vergangenen 20 Jahren», sagt Wawrinka.

Training mit Djokovic vor der Abschiedssause

Er selbst habe für seine Abschiedsshow gar nichts Spezielles geplant. «Heute trainiere ich am Abend mit Novak (a. d. R. Djokovic), morgen bereite ich mich dann weiter vor. Am Dienstag gibt es nach dem Match die Zeremonie, und danach schauen wir, wie es sich entwickelt», so Stan the Man tiefenentspannt.

Ob es wie bei Roger Federers Rücktritt 2022 auch heuer bei Wawrinka nach seinem finalen Matchball die eine oder andere Träne geben wird, darf angenommen werden. «Ich bin eher jemand, der nicht versucht, seine Emotionen zu bekämpfen – im Gegenteil. Ich nehme sie an und akzeptiere sie, weil ich glaube, dass es wichtig ist, durch diese Zustände hindurchzugehen», meint Wawrinka. «Das ist auch meine Art, mich von einem Sport zu verabschieden, den ich so sehr geliebt habe.»

Gemischte Emotionen bei Stan the Man

Emotionen verspüre er bereits, seit er in Basel angekommen sei und die Halle gesehen habe. «Aber es sind gemischte Gefühle: Natürlich gibt es Traurigkeit, zugleich Glück, Freude und Zufriedenheit darüber, noch hier zu sein. Diese Mischung wird mich während des ganzen Turniers begleiten und sich wahrscheinlich laufend verändern.»

Angesprochen darauf, ob er stolz sei, auch mit 41 Jahren noch immer auf der Tour gewesen zu sein, winkt Wawrinka ab. «Stolz ist nicht das Wort, das ich am häufigsten verwende. Für mich ist es eher ein Glück und auch ein Ziel gewesen, ein Jahr zu meinen Bedingungen spielen zu können – nicht wegen einer Verletzung aufhören zu müssen und weiterhin konkurrenzfähig zu sein.» Auch wenn er in diesem Jahr nur wenige Matches gewonnen habe, habe er sich unabhängig vom Gegner bei jedem Turnier gut gefühlt.

Welcher Stan-Wawrinka-Moment bleibt dir am ehesten in Erinnerung?

Florian Gnägi

Florian Gnägi (flo) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten im Ressort Sport. Seine grösste Expertise hat er auf den Themengebieten Fussball und Tennis.

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