Chinas Staatschef in den USA – Trump und Xi betonen Freundschaft und Zusammenarbeit

- Bei einem Treffen im Weissen Haus haben US-Präsident Donald Trump und der chinesische Staatschef Xi Jinping ihre Freundschaft und den Willen zur Zusammenarbeit betont.
- Trump bezeichnete die Verbindung zu Peking als besser den je.
- Laut US-Finanzminister Scott Bessent haben sich beide Länder auf eine Verlängerung ihrer Zollpause um zwei Monate verständigt.
- Xi und Trump sprachen auch über internationale Konflikte, Künstliche Intelligenz und die Kommunikation zwischen ihren Streitkräften.
«Ich bin hier, um die Freundschaft und die Zusammenarbeit auszubauen», sagte Xi bei seiner Ankunft. Trump sprach von einer «wahrhaft grossartigen Freundschaft» zu Xi. Man habe «enorme Fortschritte» bei den Problemen erzielt, mit denen beide Länder konfrontiert seien. «Präsident Xi und ich sind uns bewusst, dass wir unterschiedliche Systeme vertreten», sagte Trump. «Doch die Bande zwischen unseren Völkern bestehen fort, und wir haben uns noch nie so gut verstanden wie jetzt.»
Eine Zusammenarbeit zwischen China und den USA könne vielleicht nicht jedes Problem auf der Welt lösen, sagte Xi. «Aber ohne unsere Zusammenarbeit wäre es schwer, viele der Probleme der Welt zu lösen.»
Einladung für US-Studenten nach China
Als Zeichen des guten Willens kündigte Xi an, dass in wenigen Tagen zwei Pandas in den Zoo von Atlanta einziehen würden. Zudem wolle China in den kommenden fünf Jahren 100'000 junge US-Bürger zu Austausch- und Studienbesuchen einladen. Beide Länder müssten friedlich koexistieren und der Wettbewerb solle positiv und mit Grenzen geführt werden, sagte Xi weiter.
Trump erklärte, er und Xi würden über Sicherheit, Technologie und Künstliche Intelligenz (KI) sprechen. Zudem arbeite man auf eine ausgewogenere Handelsbeziehung hin, die amerikanischen Landwirten neuen Marktzugang verschaffen solle. Xi gratulierte im Namen des chinesischen Volkes zum 250. Jahrestag der Gründung der USA.
Auch internationale Konflikte waren Thema des Treffens. Nach chinesischen Angaben tauschten sich Trump und Xi über die Lage im Nahen Osten, den Krieg in der Ukraine und die koreanische Halbinsel aus. Xi sagte zudem, die beiden Länder müssten die Kommunikation zwischen ihren Streitkräften verbessern und Mechanismen zur Krisenprävention stärken. Bei der Künstlichen Intelligenz betonte Xi, dass deren Entwicklung unter menschlicher Kontrolle bleiben müsse.
Xi sprach zudem von einer «konstruktiven, strategischen und stabilen» Beziehung zwischen China und den USA.
Atempause im Zollstreit
Kurz nach der Ankunft Xis verkündete Finanzminister Scott Bessent beim Sender «Fox News», dass sich beide Länder auf eine Verlängerung ihrer Zollpause um zwei Monate verständigt hätten. «Wir haben heute vereinbart, das sogenannte Busan-Abkommen zu verlängern», sagte Bessent.
Auffällig: Von chinesischer Seite gab es auch Stunden später noch keine Bestätigung eines Abkommens. Das Handelsministerium liess eine Anfrage unbeantwortet. Das Aussenministerium sah sich angesprochen auf Bessents Ankündigung nicht zuständig in der Sache.
Wie Bessent mitteilte, soll der Aufschub der Zölle statt bis zum 10. November nun bis zum 10. Januar gelten. «Das verschafft uns mehr Zeit, um zu prüfen, was wir auf wirtschaftlicher Ebene tun können.» Der Einigung waren Bessent zufolge mehrere Treffen mit Chinas Vizepremier He Lifeng vorausgegangen.
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