110 Tonnen Esswaren in die Schweiz geschmuggelt – für 8 Läden

- Die Waadtländer Polizei hat einen Schmuggelring aufgedeckt, der 110 Tonnen nicht deklarierte Esswaren aus Frankreich in die Schweiz importierte.
- Die fünfköpfige Gruppe belieferte acht Lebensmittelgeschäfte in den Kantonen Genf und Waadt und umging dabei 81'000 Franken an Zöllen und Mehrwertsteuer.
- Zu den beschlagnahmten Waren zählten unter anderem 5,5 Tonnen der südkoreanischen Hype-Nudeln der Marke Buldak.
Der Kantonspolizei Waadt fiel ein französischer Lieferwagen auf der Autobahn in Bursins ins Auge. Als sie den Fahrer kontrollierten, bemerkten sie, dass er betrunken war, wie «24 Heures» schreibt. Zudem hatte er 3300 Kilogramm nicht deklarierte Esswaren bei sich: Sonnenblumenöl, Bananen, Zwiebeln und Milchpulver.
Der Vorfall im April 2024 führte zu Ermittlungen. Nun kamen diese zu einem Ende. Sie deckten einen Schmuggelring auf, der Esswaren von Frankreich in die Schweiz schmuggelte. Insgesamt 110 Tonnen wurden so importiert.
81'000 Franken Zoll und Steuern umgangen
Angeführt wurde der Schmuggelring von einem Franzosen und vier Komplizen: dem festgenommenen Fahrer, zwei in der Schweiz lebenden Sri Lankern und einer Französin. Die Gruppe schmuggelte Öl, Bananen, Milchpulver, Zwiebeln und Nudeln für acht Lebensmittelgeschäfte in den Kantonen Genf und Waadt. Sie war während der Jahre 2023 und 2024 aktiv.
Nach der Festnahme des Lieferwagenfahrers änderte die Gruppe ihr Vorgehen. Die Waren wurden nicht mehr direkt an die Kunden ausgeliefert, sondern in einer Garage im benachbarten Frankreich gelagert und anschliessend in einem kleineren Lieferwagen in kleineren Mengen transportiert.
Laut «24 Heures» entspricht der Wert der geschmuggelten Waren einer Hinterziehung von 75'000 Franken an Zöllen und 6000 Franken an Mehrwertsteuer.
Koreanische Hype-Nudeln als Schmuggelware
Unter den beschlagnahmten Produkten befanden sich 5,5 Tonnen südkoreanische Nudeln der Marke Buldak. In den letzten Jahren gab es in den sozialen Medien einen Hype um diese Nudeln. Gleichzeitig wurden sie auch kontrovers diskutiert. In Dänemark wurden sie verboten, weil sie zu scharf seien. Dies wiederum sorgte für einen Aufschrei, woraufhin die Regierung das Verbot rückgängig machte.
Später erschienen die Verpackungen der Nudeln in Kalifornien mit Warnhinweisen, dass sie Krebs verursachen könnten. Allerdings war die Sachlage nicht ganz klar. In der Schweiz waren die Nudeln nie verboten.
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Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.
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