Knatsch der Verbände – Fronten verhärtet: Deshalb verpasst die Schweiz die Padel-WM

Wenige Sportarten boomen aktuell derart wie Padel. Gemäss offiziellen Verbandsangaben sind bereits über 100’000 Schweizerinnen und Schweizer vom Padel-Fieber angesteckt. Doch an der aktuell laufenden WM in Doha (QAT) ist die Schweiz nicht vertreten.
Der Grund: Zwei Verbände streiten sich um die Vormachtstellung. Der ursprüngliche Verband Swiss Padel sowie Swiss Tennis, das ebenfalls bei der Trendsportart mitmischen will.
Schweizer «Padelistas» abgestraft
Die Anmeldung für internationale Turniere läuft derzeit über Swiss Padel. Die 2006 gegründete Dachorganisation hatte es jüngst unterlassen, Schweizer Padel-Spielerinnen und -Spieler für die WM-Qualifikation anzumelden. Offiziell gibt der Verband disziplinarische Gründe an, die Spielerinnen und Spieler hätten sich unprofessionell verhalten.
Die Gegenseite argumentiert, es sei eine rein politische Entscheidung, weil gewisse Spielerinnen und Spieler mit Swiss Tennis sympathisieren. Als gewisse «Padelistas» versuchten, sich selbst und auf eigene Kosten für die WM-Quali anzumelden, schob Swiss Padel einen Riegel vor.
Die Fronten sind verhärtet – und eine Lösung derzeit nicht in Sicht. Will Padel in der Schweiz weiter wachsen, sind Booster wie die Teilnahme an der WM in Zukunft wohl unabdingbar.
Wie der Padelsport genau funktioniert und wieso in den Top 50 der Welt fast ausschliesslich Spanier und Argentinier zu finden sind, erfahren Sie im Audiobeitrag oben.
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