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Thursday, October 15, 2026

Starlink in der Ukraine: Beeinträchtigung wohl behoben, niemand will schuld sein

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Laut dem Ex-Verteidigungsminister der Ukraine, Mychajlo Fedorow, wurden die jüngsten Beschränkungen bei der militärischen Nutzung des Satelliteninternets Starlink wieder aufgehoben. Damit könnten Angriffs- und Abfangdrohnen wieder über die Technik des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX gesteuert werden, erklärte Fedorow auf Telegram. Gleichzeitig schreibt er dort, dass Starlink bis zu einer Geschwindigkeit von 160 km/h wieder funktioniere; gestört waren Verbindungen oberhalb dieser Grenze. Jetzt müsse man daran arbeiten, die Grenze ganz abzuschaffen. SpaceX-Chef Elon Musk hat derweil versichert, dass das betroffene Starshield-Programm für Starlink von der US-Regierung verantwortet werde. Damit sei letztlich US-Präsident Donald Trump für die Beeinträchtigung verantwortlich.

Der Austausch zwischen Fedorow und Musk

(Bild: @elonmusk)

Abgegeben wurden die beiden Stellungnahmen nach massiver Kritik an dem Vorgang nicht nur aus der Ukraine. Vorher hatte die Ukraine am Mittwoch publik gemacht, dass der Zugang des ukrainischen Militärs zum Satelliteninternet Starlink ohne Vorwarnung deutlich eingeschränkt worden sei. Das habe bereits konkrete Folgen für die Drohnenkriegsführung gehabt, hieß es, einige Missionen habe man abblasen müssen. Nachdem der Präsidentenberater Serhii Beskrestnov den Schritt öffentlich gemacht hatte, erklärte er zudem auf Telegram, dass die betroffene Starlink-Funktion für Abfangdrohnen gegen düsengetriebene Shaheds benötigt werde. Diese Fähigkeit sei der Ukraine genommen worden.

Aus der ukrainischen Führung war angesichts der Störung die Vermutung laut geworden, dass es sich nicht um einen Zufall gehandelt hat. Die Beschränkung folgte auf massiven Druck von Donald Trump auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, einseitig Angriffe auf den russischen Energiesektor einzustellen. Aus der überparteilichen Ukraine-Gruppe im US-Kongress gab es nach dem Bekanntwerden der Beeinträchtigung Kritik. Für den Zugang der Ukraine zu Starlink würden alliierte Partner bezahlen, eine Gefährdung von Zivilisten akzeptiere man nicht. Während Elon Musk auf X die Verantwortung für das betroffene Programm dem US-Militär und damit Trump persönlich zugeschoben hat, hieß es aus dessen Umfeld laut Axios, dass die Trump-Regierung damit nichts zu tun gehabt habe.

Die Hintergründe des Vorgangs sind damit weiterhin unklar, nicht absehbar ist jetzt, wie es weitergehen könnte. Fedorow will die Gelegenheit augenscheinlich nutzen, um schon länger bestehende Einschränkungen loszuwerden. Starlink ist für den Abwehrkampf gegen Russland weiterhin unersetzlich. Angesichts von zerstörter Infrastruktur und fehlendem Mobilfunknetz ist damit Hochgeschwindigkeitsinternet auch nahe der Front verfügbar. Weil Drohnenvideos darüber nahezu in Echtzeit übertragen werden können, lassen sich ukrainische Waffen aus der Ferne ins Ziel steuern. Ohne Starlink wären die stattdessen im Blindflug unterwegs.

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