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Friday, October 9, 2026

Diese Pflanze macht Allergikern jetzt noch das Leben schwer

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Pollenallergie im Herbst

Diese Pflanze macht Allergikern jetzt noch das Leben schwer

Die meisten Pollen sind längst verschwunden, doch ein besonders aggressiver Allergieauslöser kann noch bis in den Herbst Beschwerden verursachen: Ambrosia. Wo sie in der Schweiz vorkommt, wie man sie erkennt und wann die Saison vorbei ist.

Publiziert: vor 24 Minuten

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und die meisten Menschen denken beim Thema Heuschnupfen längst nicht mehr an Pollen. Doch für manche Allergiker ist die Saison noch nicht vorbei.

Der Grund heisst Ambrosia. Die Pflanze, auch Aufrechtes Traubenkraut genannt, gehört zu den besonders starken Allergieauslösern. Ihre Pollen können Augen und Atemwege reizen und bei empfindlichen Personen auch Asthma auslösen.

Ambrosia blüht spät im Jahr

Während die Gräserpollensaison bereits im Sommer weitgehend vorbei ist, gehört Ambrosia zu den sogenannten Spätblühern. In der Schweiz liegt die Hauptpollenflugzeit im August und September. Je nach Standort kann die Pflanze aber bis in den Herbst hinein blühen und Pollen freisetzen.

Das macht Ambrosia für Allergiker besonders lästig: Sie verlängert die Zeit, in der Beschwerden auftreten können, obwohl andere wichtige Pollenquellen bereits verschwunden sind.

Ambrosia stammt ursprünglich aus Nordamerika und hat sich in Europa stark ausgebreitet. In der Schweiz konnte ihre Ausbreitung dank einer Melde- und Bekämpfungspflicht bisher begrenzt werden. Die Pflanze kommt vor allem im Siedlungsgebiet vor, aber auch auf Äckern, Brachen und anderen gestörten Flächen.

Besonders betroffen sind Tessin und Westschweiz

In der Schweiz ist Ambrosia nicht überall gleich häufig. Grössere Vorkommen gibt es insbesondere im Tessin sowie in der Westschweiz, unter anderem in der Region Genfersee. Auch entlang von Verkehrswegen kann die Pflanze auftreten.

Das Problem endet zudem nicht zwingend an der Landesgrenze: Ambrosiapollen können vom Wind über weite Distanzen transportiert werden. Laut dem Schweizer Pollenportal können sie je nach Wind und Wetter sogar 200 Kilometer oder weiter fliegen.

Schon wenige Pollen können Beschwerden auslösen

Ambrosia gilt als besonders allergen. Bereits relativ geringe Pollenkonzentrationen können bei sensibilisierten Menschen Reaktionen auslösen. Typisch sind Niesanfälle, eine laufende oder verstopfte Nase, tränende und gereizte Augen sowie Juckreiz im Bereich von Nase, Ohren oder Gaumen.

Bei manchen Betroffenen können die Beschwerden auch die unteren Atemwege betreffen. Husten, pfeifende Atmung oder Atemnot sollten insbesondere bei Menschen mit allergischem Asthma ernst genommen werden. Das empfiehlt auch das Allergiezentrum Schweiz.

So sieht Ambrosia aus

Die Pflanze wird leicht mit anderen Wildkräutern verwechselt. Ambrosia kann je nach Standort zwischen wenigen Zentimetern und rund 1,5 Metern hoch werden. Typisch sind ein rötlicher, behaarter Stängel und stark gefiederte Blätter. Die unscheinbaren grünen Blüten sitzen in ährenartigen Blütenständen.

Wer eine verdächtige Pflanze entdeckt, sollte sie nicht einfach auf eigene Faust beseitigen. Ambrosia ist in der Schweiz meldepflichtig. Der Fund sollte der zuständigen kantonalen Stelle gemeldet werden.

Ist die Pollensaison jetzt vorbei?

Für die Schweiz lautet die Antwort Anfang Oktober: weitgehend ja. Das offizielle Pollenportal meldet für die Woche vom 1. bis 7. Oktober 2026, dass die Pollensaison praktisch abgeschlossen ist. Vereinzelt können noch Pollen von Gräsern, Beifuss und Brennnesseln in der Luft sein. Mit den ersten kalten Tagen soll die Pollensaison endgültig zu Ende gehen.

Auch Ambrosia spielt zu diesem Zeitpunkt normalerweise nur noch eine untergeordnete Rolle. Ihre Hauptpollenflugzeit liegt im August und September. Die genaue Belastung kann allerdings regional unterschiedlich sein.

Wer trotz Herbstwetter weiterhin typische Heuschnupfensymptome hat, sollte deshalb nicht automatisch davon ausgehen, dass es noch Ambrosia sein muss. Auch andere Korbblütler sowie Schimmel- und Pilzsporen können im Herbst Beschwerden verursachen.

Hier können Allergiker die Pollenbelastung prüfen

Wer wissen möchte, was gerade in der Luft liegt, kann die Schweizer Pollenprognose auf pollenundallergie.ch konsultieren. Dort finden sich Messwerte und Prognosen für verschiedene Regionen und Pollenarten. Die Daten stammen von MeteoSchweiz.

Besonders praktisch: Das Schweizer Pollenmessnetz umfasst 14 Messstationen. Zusätzlich gibt es im Tessin und in der Region Genf weitere Stationen, mit denen Ambrosiapollen genauer überwacht werden. Einige Messstationen liefern die Pollenwerte sogar in Echtzeit.

Auch die App «Pollen-News» des Allergiezentrums Schweiz liefert aktuelle Messwerte und Prognosen und kann bei steigenden Konzentrationen eine Benachrichtigung schicken.

Wer also auch im Herbst plötzlich wieder niest, juckende Augen bekommt oder schlecht Luft bekommt, sollte die aktuelle Pollensituation im Blick behalten. Denn auch wenn die klassische Heuschnupfensaison vorbei ist, kann die Natur noch ein letztes allergenes Ass im Ärmel haben.

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