FCB-Trainer Jokanovic hat einen Shaqiri-Plan

«Schwächen verstecken»
FCB-Trainer Jokanovic hat einen Shaqiri-Plan
Vor seinem Einstand in Vaduz setzt FCB-Trainer Slavisa Jokanovic auf Xherdan Shaqiri als zentrale Figur. Nach dem 3:7-Test gegen Winterthur sieht er vor allem in der Defensive dringenden Handlungsbedarf.
Publiziert: vor 38 Minuten
Lucas WerderReporter Fussball
Es gibt Trainer, die, sobald sie eine neue Mannschaft übernehmen, als erste Amtshandlung einen verdienten Spieler rasieren. Und es gibt Trainer, die das komplette Gegenteil machen. Slavisa Jokanovic gehört zweifellos zur zweiten Gruppe. Bei seiner offiziellen Vorstellung vor zwei Wochen erklärte der neue Basler Trainer, dass der FCB nicht sein Klub, sondern viel eher derjenige von Xherdan Shaqiri sei. Nach der 3:7-Niederlage im Test gegen Winterthur legte der Serbe noch einmal nach. «Shaqiri ist der einzige Spieler im Team, der seine Qualität in seiner Karriere schon unter Beweis gestellt hat», so Jokanovic.
Während sich Ex-Trainer Stephan Lichtsteiner (42) nie richtig entscheiden konnte, wie gross Shaqiris Rolle innerhalb seiner Spielidee sein sollte, scheint für seinen Nachfolger von Beginn an klar zu sein, wer der wichtigste Spieler in seinem Kader ist. Auch wenn er das so nicht direkt ausspricht. «Für mich sind alle elf Spieler auf dem Platz gleich wichtig. Wir hängen nicht nur von Shaqiri ab», sagt Jokanovic vor dem Spiel am Sonntag auswärts in Vaduz.
«Wir waren zu soft»
Trotzdem ist für den neuen Basler Trainer klar: «Shaqiri ist der erfahrenste Spieler mit der besten Karriere aller hier. Ich bin mir sicher, dass er uns helfen wird.» Zwar habe auch sein Captain wie jeder andere seine Stärken und Schwächen. «Aber wir werden versuchen, seine Stärken zu zeigen und seine Schwächen zu verbergen», so Jokanovic über den Basler Spielmacher, der am Samstag seinen 35. Geburtstag feiert.
In seinen ersten beiden Trainingswochen hat der FCB-Coach seinen Fokus aber vor allem auf die Abwehr gelegt. «Wir haben sieben Tore kassiert und viele Chancen zugelassen. Klar hatte das Priorität. Wir müssen defensiv viel besser organisiert sein», sagt Jokanovic mit Blick zurück auf das 3:7 im Testspiel gegen Winterthur.
Die Partie auf der Schützenwiese habe ihm und seinem Staff viele nützliche Informationen geliefert. «Wir haben ein junges, talentiertes Team mit schnellen und technischen Spielern, aber wir waren zu soft!», hält er fest. Ob sich das bis zum Gastspiel im Ländle gross verändert? Jokanovic zeigt sich nur bedingt optimistisch: «Man kann nicht erwarten, dass wir alles in einer Woche reparieren können.»
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 9 | 20 | 25 | |
2 | BSC Young Boys | 9 | 13 | 19 | |
3 | FC Sion | 9 | 9 | 19 | |
4 | FC Basel | 9 | 0 | 13 | |
5 | FC St. Gallen | 9 | -3 | 13 | |
6 | FC Luzern | 9 | -1 | 12 | |
7 | FC Zürich | 9 | -6 | 11 | |
8 | Servette FC | 9 | -2 | 10 | |
9 | FC Thun | 9 | -8 | 10 | |
10 | Grasshopper Club Zürich | 9 | -11 | 8 | |
11 | FC Vaduz | 9 | -3 | 6 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 9 | -8 | 6 |
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