ESPN DeportesEN VIVO: Impresionante remontada del Betis ante VillarrealESPNMonken expects to stick with Watson as Browns' QB1 vs. BucsThe Jerusalem Post'Jews are welcome, Zionist are not,' say owners of Vietnamese restaurant in ColoradoDaily MaverickMADLANGA COMMISSION: SIU probe adds fresh scrutiny to ANC-linked businessman CarrimVarietyJosh Giuliano’s TIFF Slasher ‘River’ Selling to Universal and Blumhouse Atomic Monster for North of $10 Millionسكاي نيوز عربيةعبدالله بن زايد ووزير خارجية قطر يبحثان التطورات الإقليميةХабрЧто можно сделать с массивом массивовZDF heuteUkrainischer Bahnchef: Jede Woche schlimmer als vorherigeRMF24Węgierski rząd proponuje zmianę przepisów dotyczących LGBT+n-tvEntscheidung an der Spree: Alle Daten zur Wahl in BerlinInteriaSojusznik Iranu zadaje nowe ciosy. Posłali dziesiątki rakiet i dronówThe GuardianLeeds United v Newcastle United: Premier League – live
The Daily Newsstand · Free, Always
Monday, September 14, 2026

«Ich verstehe nix»: Darum klingt Piloten-Englisch so seltsam

Translate

Können Piloten und Fluglotsen etwa kein richtiges Englisch? Wer den Funkverkehr im Cockpit hört, könnte sich das tatsächlich fragen. «Ich bin die, die für ihr Englisch kritisiert wird», schreibt etwa eine Airport-Controllerin auf Tiktok zu einem Video, das sie bei der Arbeit zeigt. Dabei spricht sie die Wörter ganz bewusst so aus: «Die Aussprache ist gewollt und richtig. Das Cockpit versteht jedes Wort.»

«Also, ich verstehe nix», kommentiert jemand. «Wenn ihr wüsstet, wie man begabt sein muss, um diesen Job ausführen zu können», lobt sie jemand anderes.

Verstehst du die spezielle Funk-Aussprache bei Piloten und Fluglotsen?

Warum Piloten und Fluglotsen nicht einfach normales Englisch sprechen

Im internationalen Flugverkehr kommunizieren Pilotinnen und Piloten sowie Fluglotsinnen und Fluglotsen aus aller Welt miteinander. Dazu kommen unterschiedliche Akzente, Funkrauschen und Situationen, in denen Informationen schnell und eindeutig ankommen müssen.

Deshalb gibt die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) für den Sprechfunk eigene Aussprachen vor. Dazu gehören laut «Travelbook» beispielsweise «tree» für three, «fife» für five und «niner» für nine. Auch das Buchstabieralphabet mit Alfa, Bravo, Charlie und Co. folgt festen Regeln. Die ICAO entwickelte das System, damit Menschen mit unterschiedlichen Muttersprachen Informationen über Funk möglichst eindeutig verstehen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Pilotinnen und Piloten nur auswendig gelernte Sätze aufsagen. Reichen die standardisierten Formulierungen in einer ungewöhnlichen oder komplexen Situation nicht aus, braucht es normales, frei formuliertes Englisch. Die ICAO schult deshalb ausdrücklich auch die Kommunikation in solchen Fällen.

Flugzeugkatastrophe in Teneriffa zeigte, wie wichtig klare Sprache ist

Welche Rolle eindeutige Kommunikation spielen kann, zeigt die Flugzeugkatastrophe von Teneriffa. Am 27. März 1977 kollidierten am Flughafen Los Rodeos zwei Boeing 747 von KLM und Pan Am. 583 Menschen starben.

Der Unfall hatte mehrere Ursachen. Die Untersuchung stellte unter anderem fest, dass der KLM-Kapitän den Start ohne Starterlaubnis begann. Als beitragenden Faktor nannte sie auch die unklare Verwendung von Sprache im Funkverkehr. Nach dem Unfall wurde nochmals betont, wie wichtig standardisierte, kurze und eindeutige Formulierungen sind.

Luftfahrtenglisch wird regelmässig geprüft

Gute Funkkommunikation besteht deshalb aus mehr als einzelnen Spezialwörtern. Die ICAO bewertet unter anderem Aussprache, Sprachfluss, Wortschatz, Grammatik, Hörverständnis und Interaktion.

Für den internationalen Flugverkehr gilt Level 4 als Mindestniveau. Wer dieses sogenannte Operational Level erreicht, muss seine Sprachkenntnisse später erneut prüfen lassen. Die ICAO empfiehlt dafür bei Level 4 einen Abstand von drei Jahren, bei Level 5 einen Abstand von sechs Jahren. Für das höchste Expert Level 6 verlangt die ICAO keine regelmässige Wiederholungsprüfung. Die zuständigen nationalen Luftfahrtbehörden legen die konkreten Intervalle fest.

Kennst du andere Berufsfelder, die «falsch» Englisch sprechen?

Laura Zygmunt

Laura Zygmunt (lmz) arbeitet seit 2022 für 20 Minuten. Sie ist Redaktorin im Ressort Lifestyle und schreibt über die Welt des Reisens.

View the original on 20 Minuten

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.