Yakin ohne Koffer: Mehrere Nati-Gepäckstücke bleiben in Zürich

- Rund 40 Passagiere warteten nach der Landung in Antalya vergeblich auf ihre Koffer am Gepäckband.
- Die Schweizer Nati sass im gleichen Edelweiss-Flieger – ihr umfangreiches Material soll keinen Platz für das Gepäck der anderen Reisenden gelassen haben.
- Edelweiss versprach Lieferung bis Montagvormittag, doch am Montagnachmittag war das Gepäck noch immer nicht da.
An den Strand fliegen, während die Koffer am Flughafen zurückbleiben: Über einen solchen Ferienstart kann man sich nur ärgern. Genauso ein Erlebnis mussten am Sonntag zahlreiche Fluggäste auf dem Edelweiss-Flug WK186 von Zürich nach Antalya machen. In der Business-Class des Fliegers sassen auch Mitglieder der Schweizer Nati. Unter anderem Trainer Murat Yakin und mehrere Spieler – aber ohne Schlagzeilen-Star Xhaka.
In Antalya angekommen, warteten zahlreiche Reisende aber vergeblich auf ihre Koffer. Edelweiss-Sprecher Andreas Meier bestätigt, dass sich an Bord des mit 161 Gästen vollständig ausgebuchten Flugs auch Mitglieder der Schweizer Nationalmannschaft befunden hätten. «Aufgrund eines insgesamt unerwartet hohen Gepäckaufkommens wurde die verfügbare Ladekapazität des Flugzeugs überschritten», sagt Meier. «Deshalb konnten 49 Gepäckstücke nicht wie geplant mittransportiert werden.»
Ballsäcke und Koffer blieben zurück
Wie 20 Minuten erfahren hat, ist auch von der Nati viel Gepäck in Zürich liegen geblieben. So musste sich selbst Nati-Coach Murat Yakin in der Türkei ein T-Shirt kaufen, weil er zunächst keinen Koffer mehr hatte. Was auch im Flieger nicht mitkam, waren mehrere Ballsäcke. Das Gute: Mittlerweile ist alles in der Türkei angekommen.
Edelweiss-Sprecher Meier bestätigt: «Bei den zurückgelassenen Gepäckstücken handelte es sich sowohl um Gepäck anderer Fluggäste als auch um Gepäck der Schweizer Fussballnationalmannschaft.»
Wie viele Gepäckstücke tatsächlich aufgegeben werden, lasse sich jeweils erst kurz vor Abflug abschliessend feststellen. Das Zurücklassen der Gepäckstücke habe daher nicht in direktem Zusammenhang mit dem angemeldeten Gepäck der Schweizer Fussballnationalmannschaft gestanden. «Sämtliche zurückgebliebenen Gepäckstücke wurden heute nach Antalya nachgeliefert.»
Daniel Krähenbühl (dk) arbeitet seit 2017 für 20 Minuten. Er leitet das Regionennetzwerk mit Fokus auf Stadtpolitik, Kriminalität, Gesellschaft und Recherche.
Nils Hänggi (nih) ist seit 2019 bei 20 Minuten. Er ist Sportredakteur und Teil des Social Responsibility Boards. Er schreibt oft übers Thema Fussball.
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