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Sunday, October 11, 2026

Migrationsroute in Ostafrika – Schiff mit Migranten in Dschibuti gekentert – fast 140 Tote

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  • 139 Menschen sind bei einem Schiffsunglück vor der Küste Dschibutis in Ostafrika ums Leben gekommen.
  • Unter den Todesopfern sind 15 Kinder. 84 weitere Menschen würden noch vermisst.
  • Die Suche nach den Vermissten sei immer noch im Gang, schreibt die Internationale Organisation für Migration der UNO.

Mehr als 80 Menschen überlebten das Schiffsunglück, wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) mitteilt. Nach UNO-Angaben handelt es sich bei allen um äthiopische Staatsangehörige. Das Schiff kenterte den IOM-Angaben zufolge bereits in der Nacht zu Freitag.

«Dies ist ein verheerender Verlust an Menschenleben. Unsere Gedanken sind bei den Überlebenden und den Familien, die Angehörige verloren haben oder noch immer keine Nachricht von ihren Verwandten haben», sagte Alexandre Coissac, Leiter der IOM-Mission in Dschibuti.

«Unsere Teams sind gemeinsam mit den örtlichen Behörden vor Ort, um Nothilfe zu leisten. Diese Tragödie ist eine eindringliche Erinnerung an die Gefahren, denen Migranten auf diesem Migrationskorridor auf der Suche nach wirtschaftlichen Chancen ausgesetzt sind.»

Menschen suchen Arbeit in Saudi-Arabien und den Emiraten

Dschibuti ist der Ausgangspunkt der sogenannten östlichen Migrationsroute vom Horn von Afrika über die Meerenge Bab al-Mandab auf die Arabische Halbinsel.

Die IOM hatte vor wenigen Tagen berichtet, dass innerhalb von drei Wochen mehr als 20'000 Migranten und Migrantinnen aus Äthiopien in Dschibuti eingetroffen waren. Auch aus Somalia versuchen immer wieder Menschen über den Hafen von Dschibuti vor allem nach Saudi-Arabien, in die Vereinigten Arabischen Emirate oder nach Oman zu gelangen, wo sie auf Arbeit und mehr Stabilität hoffen.

Zwei Menschen stehen auf einem alten Boot am Strand und schauen aufs Meer.
Legende: Von Dschibuti wagen viele Migrantinnen und Migranten die gefährliche Überfahrt nach Saudi-Arabien, in die Vereinigten Arabischen Emirate oder nach Oman. IMAGO / Joerg Boethling

Nach IOM-Angaben ist nicht nur die Überfahrt über das Meer mit erheblichen Gefahren verbunden. Migranten, die den Jemen erreichen, seien Risiken wie Gewalt, willkürlichen Festnahmen und Inhaftierungen, Ausbeutung und Menschenhandel ausgesetzt, heisst es.

Nach Angaben des Projekts «Missing Migrants» der IOM kamen im Jahr 2025 auf dieser Route mehr als 900 Migranten ums Leben oder gelten als vermisst, während die Zahl derjenigen, die sich auf den Weg machten, um 18 Prozent stieg. Bei einem weiteren Schiffsunglück im März 2026 kamen neun Menschen ums Leben, 45 weitere werden vermisst.

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