Klimawandel – Korallen zeigen: El Niños werden stärker

Satellitendaten zu El Niño reichen bis in die 1980er Jahre zurück. Um herauszufinden, ob es einen langfristigen Trend bezüglich Häufigkeit und Stärke von El Niños gibt, reichen diese Daten nicht aus.
Bisher ging man laut Weltklimabericht des IPCC im Jahre 2021 davon aus, dass die globale Erwärmung keinen eindeutigen Einfluss auf El Niño hat. Neuere Simulationen mit detaillierteren Klimamodellen kamen nun zum Schluss, dass El Niños häufiger und stärker werden.
Galapagos-Korallen
Julia Cole von der University of Michigan und ihr Team haben Korallen rund um die Galapagosinseln untersucht. Die Inselgruppe liegt im Herzen des El Niño-Gebiets – hier sind die Veränderungen der Wassertemperaturen am stärksten. Anhand des Verhältnisses von Calcium zu Strontium in den Kalkskeletten der Korallen lassen sich Rückschlüsse auf die Wassertemperaturen ziehen. So konnte das Forschungsteam die Meerestemperaturen der letzten rund 1000 Jahre rekonstruieren.
Die im Fachmagazin Science publizierte Studie kam zum Schluss, dass moderne El Niños 20 bis 35% stärker geworden sind. In der Vergangenheit konnte keine Zeit gefunden werden, in der das Klimaphänomen so stark war wie in den letzten 40 Jahren. Die Resultate sind kein Beweis, dass die globale Erwärmung El Niños stärker gemacht hat. Das Forschungsteam hält es aber für sehr wahrscheinlich.
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