2000 Gäste an Bord: US-Küstenwache setzt Kreuzfahrtschiff fest

- Die US-Küstenwache hat das Kreuzfahrtschiff «MSC Poesia» am Sonntag im Hafen von Miami festgesetzt.
- Auslöser ist eine Inspektion, bei der Mängel an Systemen an Bord festgestellt wurden.
- MSC sagt die Karibikreise vom 1. bis 12. November ab und erstattet den vollen Reisepreis zurück.
Die US-Küstenwache hat die «MSC Poesia» am Sonntag im Hafen von Miami festgesetzt. Am Dienstag sagte die Reederei die gesamte Kreuzfahrt ab. Mehr als 2000 Passagiere waren laut Medienberichten bereits an Bord.
Auslöser war eine Inspektion. «Wir haben Mängel an Systemen an Bord des Schiffes festgestellt, die wir gemeinsam mit MSC beheben», sagt Frank Florio, Kommandant des Küstenwachenabschnitts Miami.
Welche Systeme betroffen sind, sagt die Behörde während der laufenden Untersuchung nicht. Das Schiff darf erst auslaufen, wenn die Mängel behoben sind und die Küstenwache grünes Licht gibt.
«Eine regulatorische Angelegenheit»
Die Reederei bleibt ebenfalls vage. «Vor der Abreise ist eine regulatorische Angelegenheit aufgetreten, die einer Klärung bedurfte», teilt MSC Cruises mit. «Trotz intensiver Bemühungen konnte diese nicht rechtzeitig gelöst werden.»
Man habe die schwierige Entscheidung getroffen, die Reise abzusagen, und entschuldige sich aufrichtig. Die Gäste erhalten den vollen Reisepreis zurück und werden bei der Heimreise unterstützt. Auf dem Schiff bleiben durften sie bis Donnerstag.
Geplant war eine Rundreise von Miami vom 1. bis 12. November, mit Stopps in Jamaika, Kolumbien, Panama, Costa Rica, Honduras und Belize.
Routinekontrolle mit Folgen
Die US-Küstenwache kontrolliert ausländische Handelsschiffe regelmässig – Kreuzfahrtschiffe eingeschlossen. Geprüft wird, ob Sicherheits-, Umwelt- und weitere Vorschriften eingehalten werden, internationale wie amerikanische. Bei erheblichen Mängeln kann sie einem Schiff die Weiterfahrt untersagen.
Die «MSC Poesia» bietet Platz für über 3200 Passagiere, dazu kommen mehr als 1000 Besatzungsmitglieder.
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Konstantin Furrer (fur) arbeitet seit 2017 für 20 Minuten. Seit 2022 Newsdesk-Leiter, daneben Blattmacher und Mitglied der Redaktionsleitung.
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