«Er muss aufhören, Dieselkraftstoff in Russland anzugreifen»

US-Präsident Donald Trump hat den ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski aufgefordert, Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen. Er machte Selenski für eine weltweite Dieselknappheit verantwortlich. Trump sagte in seinem Golf-Resort im irischen Doonbeg: «Er kann andere Ziele angreifen, aber nicht Diesel, weil er einen Mangel an Diesel verursacht.»
Doch nicht nur die ukrainischen Angriffe treiben die Energiepreise nach oben. Auch der seit Ende Februar andauernde Krieg der USA gegen den Iran spielt eine Rolle. Wegen des Krieges können deutlich weniger Öltanker die Strasse von Hormus passieren. Vor dem Krieg wurde dort rund ein Fünftel des weltweit transportierten Öls verschifft. Die unsicheren Lieferungen treiben die Rohölpreise hoch. Dadurch werden auch Diesel und Benzin teurer.
Die hohen Treibstoffpreise könnten Trump vor den bevorstehenden Zwischenwahlen politisch schaden. Im Wahlkampf hatte er versprochen, die Energiepreise deutlich zu senken. Stattdessen zahlen die US-Amerikaner derzeit so viel für Benzin und Diesel wie seit Jahren nicht mehr.
Vor allem zu Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine vor mehr als viereinhalb Jahren stiegen die Energiepreise weltweit stark. In den vergangenen Monaten verstärkte die Ukraine ihre Angriffe auf Russlands Ölindustrie.
Die Folgen sind in Russland deutlich spürbar. Das Land verarbeitet so wenig Öl wie seit mehr als 20 Jahren nicht mehr. Viele Tankstellen haben keinen Treibstoff mehr. Andere verkaufen nur noch begrenzte Mengen. Autofahrer müssen lange anstehen, um tanken zu können. (Mit Material der DPA)
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