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Sunday, October 4, 2026

Tom Cruise droht Mega-Flop

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Historisch schlechter Start für «Digger»

Tom Cruise droht Mega-Flop

Mit dem Weltuntergangsfilm «Digger» hat Tom Cruise einen Abstecher in ernsthafte Gefilde gemacht. Nach dem miesen US-Wochenendstart bahnt sich für ihn ein Debakel an.

Publiziert: vor 19 Minuten

  • «Digger» startet in den USA mit voraussichtlich rund 8 Millionen Dollar Einnahmen schwach
  • Film kostete 125 Millionen, angestrebte Einnahmen: 300 Millionen Dollar
  • Trotz Verrissen bleiben Europa und die Oscars 2027 als Hoffnungen
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Jean-Claude GalliRedaktor People

In Actionfilmen ist Tom Cruise (64) eine sichere Bank – ein Kassenschlager ist mit ihm fast immer programmiert. Doch ab und an verspürt auch der «Mission Impossible»-Haudegen wieder Lust auf ein wenig Arthouse und Ernsthaftigkeit. Solche Abenteuer sind für ihn in jüngerer Zeit aber stets ein finanzielles Risiko, wie nun auch sein neustes Werk «Digger» zeigt.

Die Weltuntergangs-Satire des mexikanischen Regisseurs Alejandro G. Iñárritu (63) ist in den USA schlecht gestartet. Es steuert mit voraussichtlich rund acht Millionen Dollar Einnahmen auf das schwächste Eröffnungswochenende für Cruise seit dem Kriegsdrama «Lions for Lambs» von 2007 zu, das mit sieben Millionen Dollar bei einem deutlich geringeren Budget anlief.

«Tot und begraben»

Sein Auftritt in «Digger» als übergewichtiger Ölmagnat Digger Rockwell kommt auch bei der Kritik mehrheitlich schlecht an. Das Branchenblatt «The Hollywood Reporter» kommentierte das Werk bereits vor dem Start als «tot und begraben». Gekostet hat der Film rund 125 Millionen Dollar, das vom Studio Warner Bros. ausgegebene Gewinnziel liegt bei 300 Millionen – ein finanzieller Absturz wäre enorm bitter.

Auch der Schiffbruch mit «Lions for Lambs» vor knapp 20 Jahren wog schwer. Der Film war das erste grosse Prestigeprojekt der neu belebten Filmgesellschaft United Artists unter der damaligen Co-Leitung von Cruise, was den Misserfolg besonders schmerzhaft für das Studio und den Hauptdarsteller machte. So konzentrierte sich der Star in den Folgejahren mehrheitlich auf Fortsetzungen der «Mission Impossible»- und «Jack Reacher»-Reihe. 2022 erschien gar ein «Top Gun»-Sequel.

In den 1990er-Jahren war Cruise noch nicht auf dieses Muster festgelegt und es gelangen ihm mit «Magnolia» und «Eyes Wide Shut» anspruchsvolle Filme, die auch an der Kasse funktionierten. Die Konzentration auf sein heutiges Profil begann zuerst schleichend.

Zwei Hoffnungen bleiben Cruise mit «Digger»: Auch dank dem Mitwirken des deutschen Neo-Stars Sandra Hüller (48) und des Klimathemas könnte der Film in Europa verhältnismässig weit mehr Publikum anlocken als in den USA. Und die progressiv geprägte Oscar-Academy wird aufgrund des Themas und der mangelhaften Konkurrenz in diesem Jahr wohl nicht umhinkommen, für die Vergabe 2027 nebst Matt Damon (55) mit «Odyssee» auch Cruise zu nominieren. Zumal Cruise' Leistung in «Digger» an die künstlerisch guten Jahre bis «Vanilla Sky» um die Jahrtausendwende erinnert, bevor er vollständig in die Action-Einbahn abbog.

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